Die Polizei auf den Philippinen hat sich angeblich bei dem Halbbruder von Herzogin Meghan (45) entschuldigt. Thomas Markle Jr. (60) war zuvor öffentlich als „Person of Interest“ – also eine Person von besonderem Interesse – im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen seinen Vater Thomas Markle (82) bezeichnet worden. Dem 82-Jährigen wird der Besitz von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs vorgeworfen.
Inzwischen ist der Fall für Markle Jr. offenbar erledigt. Darüber berichtete „The Sun“. Die Polizei hat demnach Personen aus dem Umfeld des 60-Jährigen befragt, darunter auch seine Verlobte Rose Ann Gabuya. Anschließend sei die Angelegenheit aufgeklärt worden. Dem Bericht zufolge entschuldigten sich ranghohe Beamte der philippinischen Polizei telefonisch bei Thomas Markle Jr.
Vater wurde festgenommen
Thomas Markle Sr. wurde inzwischen bei einem FBI-Einsatz in einer Pflegeeinrichtung in den USA festgenommen. Er wurde anschließend unter Auflagen aus dem Gewahrsam entlassen. Laut der britischen „Times“ steht er unter Hausarrest mit elektronischer Überwachung. Ein Schuldbekenntnis oder eine Erklärung, ob er die Vorwürfe bestreitet, hat er vor Gericht bislang nicht abgegeben. Ein Termin für seine Anklageverlesung in Kalifornien steht noch nicht fest.
Im Oktober hatten Ermittler Hinweise auf mutmaßlich strafbares Bildmaterial erhalten. Einer eidesstattlichen Erklärung zufolge hatte eine Person entsprechende Aufnahmen unter Markles mutmaßlichen Besitztümern auf den Philippinen entdeckt. Weitere Hinweise führten zu zwei Lagerräumen im Großraum Los Angeles, die Markle seit 2008 angemietet haben soll. Dort stellten Ermittler rund 78 Gegenstände sicher, darunter Dias, Filmnegative und Bücher.
Markle hatte frühere Anschuldigungen zurückgewiesen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm nach Angaben des US-Justizministeriums bis zu 20 Jahre Haft in einem Bundesgefängnis. Die Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich bewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
(hub/spot)
Bild: Herzogin Meghan: Ihr Halbbruder Thomas Markle Jr. ist nicht mehr im Visier der philippinischen Ermittler. / Quelle: imago images/TheNews2/Ron Adar