Mit „VisionQuest“ ist eine neue, prominent besetzte Marvel-Serie ab sofort auf Disney+ verfügbar. Marvel-Darsteller Paul Bettany (55) kehrt darin auf die Bildschirme zurück. Doch er spielt nicht das bekannte rote Wesen Vision, sondern White Vision aus der 2021 erschienenen Streaming-Serie „WandaVision“. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Erinnerung und Identität. Daneben geht es auch um ungewöhnliche Familienbeziehungen.
Darum geht es in „VisionQuest“
„VisionQuest“ bildet den Abschluss einer mit „WandaVision“ (2021) begonnenen und mit „Agatha All Along“ (2024) fortgesetzten Trilogie an Marvel-Serien. Wer „WandaVision“ gesehen hat, erinnert sich: Gegen Ende der Serie lässt die Organisation S.W.O.R.D. Visions ursprünglichen, von Thanos getöteten Körper als White Vision wiederauferstehen.
Das Besondere an dieser Version des synthetischen Wesens: White Vision besitzt zwar alle Erinnerungen des Superhelden – weiß etwa, dass er Wanda Maximoff einmal geliebt hat -, kann aber keine emotionale Verbindung zu diesen Erinnerungen herstellen.
Am Anfang von „VisionQuest“ arbeitet White Vision in einem Pub in Edinburgh, das für Vision und Wanda eine besondere Bedeutung hatte. Zudem hat er sich eine innere Welt geschaffen, in der bekannte Künstliche Intelligenzen aus den Marvel-Filmen auftauchen, etwa J.A.R.V.I.S., gespielt von James D’Arcy (51).
In dieser auch optisch interessanten Welt beschäftigt sich White Vision mit den Erinnerungen seines Vorgängers und dessen Geschichte als Avengers-Held. Dabei fragt er sich vor allem, wer er selbst eigentlich ist.
Doch eine andere KI spielt für Vision eine noch wichtigere Rolle: Ultron, der Gegenspieler aus „Avengers: Age of Ultron“. Von ihm hat Vision eine Kopie in seinem Inneren bewahrt, mit der er sich unterhalten kann.
Ultron und Vision: ein spezielles Vater-Sohn-Verhältnis
Zur Erinnerung: Ultron wollte sich mit dem ursprünglichen Vision einst einen unbesiegbaren Körper erschaffen. Die Avengers um Tony Stark verhinderten das – und so entstand Vision.
Damit ist Ultron gewissermaßen der Vater von Vision und auch von White Vision aus „VisionQuest“ – allerdings nicht im herkömmlichen Sinne.
Für die neue Marvel-Serie kehrt auch James Spader (66) zurück. Er lieh Ultron im englischen Original von „Avengers: Age of Ultron“ seine markante Stimme – und tritt in „VisionQuest“ auch selbst als Schauspieler in Erscheinung.
Die gemeinsamen Szenen von Spader und Bettany gehören zu den interessanten Momenten in „VisionQuest“. Zwischen Ultron und Vision besteht eine komplizierte Vater-Sohn-Dynamik, bei der alte Konflikte und Misstrauen eine Rolle spielen. Vision weiß nie, ob er dem manipulativen Ultron wirklich vertrauen kann.
White Vision begegnet seinem möglichen Sohn
Auch eine zweite mögliche Familienbeziehung spielt in „VisionQuest“ eine Rolle. Schon in „Agatha All Along“ lernten Zuschauerinnen und Zuschauer Billy Maximoff kennen, damals gespielt von Joe Locke (23). Jetzt tritt mit Tommy Maximoff (Ruaridh Mollica, 27) ein weiterer Sohn auf, den Wanda möglicherweise einst in „WandaVision“ erschaffen hat.
White Vision und Tommy erleben in „VisionQuest“ gemeinsam Abenteuer. Doch handelt es sich bei dem jungen Mann tatsächlich um Visions Sohn – oder ist er nur durch Wandas Magie entstanden? Und kann White Vision ihn überhaupt als seinen Sohn anerkennen?
Schon auf Disney+ verfügbar
Die ersten beiden der insgesamt acht Episoden der Miniserie stehen bereits auf dem Streamingdienst zum Abruf zur Verfügung. Episode drei und vier erscheinen am 21. Oktober, die Folgen fünf und sechs am 28. Oktober. Danach geht es im wöchentlichen Abstand weiter mit je einer Episode bis zum Serienfinale am 11. November.
(lau/spot)
Bild: Die beiden Marvel-Figuren Ultron (l.) und Vision kehren in „VisionQuest“ zurück. / Quelle: Marvel Studios/Disney+