Der Kofferraum ist gepackt, die Route steht fest und die Vorfreude auf den Urlaub steigt. Doch heutzutage schwingt bei vielen Reisen inzwischen eine weitere Frage mit, die über die einfache Logistik des Urlaubs hinausgeht: Geht das Reisen auch nachhaltiger? Gerade beim Urlaub mit dem Auto scheint der ökologische Fußabdruck oft schwer vermeidbar.

Dabei muss Verzicht gar nicht im Vordergrund stehen. Wer bewusster plant und fährt, kann nicht nur Emissionen reduzieren, sondern auch den Urlaub entspannter und bewusster erleben. Nachhaltigkeit beginnt dabei oft schon lange vor dem ersten Kilometer.

Nachhaltig unterwegs: Die wichtigsten Tipps für den Auto-Urlaub

Nachhaltiges Reisen beginnt meist schon in der Vorbereitung. Laut Empfehlungen vom Automobil-Club Verkehr (ACV) und dem ADAC lohnt es sich, bereits beim Packen umzudenken. Weniger Gepäck spart Gewicht – und damit auch Kraftstoff. Wiederverwendbare Flaschen, Boxen und Beutel helfen zudem, unterwegs Müll zu vermeiden. Wer Snacks und Getränke selbst mitnimmt, spart Verpackungsmüll und vermeidet spontane Käufe mit Einwegmaterialien. Thermobecher statt To-go-Becher sind ein einfaches Beispiel mit großer Wirkung.

Ebenso entscheidend ist die Wahl der Route. Der ADAC empfiehlt, bei der Planung auf sogenannte Eco-Routen zu setzen. Diese berücksichtigen nicht nur die kürzeste Strecke, sondern auch Verkehrsfluss und gleichmäßige Geschwindigkeit. Diese Faktoren können den Spritverbrauch und damit auch den Einfluss auf die Umwelt senken.

Technisch gut vorbereitet zu starten, ist ein weiterer wichtiger Punkt. Ein korrekt eingestellter Reifendruck, ein gewartetes Fahrzeug und möglichst wenig Zusatzlast – etwa durch unnötige Dachträger – reduzieren den Spritverbrauch. Auch die Fahrweise spielt eine große Rolle: Gleichmäßiges Tempo, vorausschauendes Bremsen und das Vermeiden von Stop-and-go-Verkehr sparen nicht nur Energie, sondern auch Nerven.

Auch die Wahl des Reiseziels beeinflusst die Umweltbilanz. Kürzere Strecken, etwa innerhalb Deutschlands oder in Nachbarländer, verursachen weniger Emissionen. Gleichzeitig wächst das Angebot an nachhaltigen Destinationen, die auf umweltfreundliche Mobilität und regionale Angebote setzen.

Am Urlaubsort selbst gilt: Das Auto darf auch mal stehen bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder oder Spaziergänge bieten nicht nur umweltfreundliche Alternativen, sondern eröffnen oft neue Perspektiven auf das Reiseziel. Wer zusätzlich auf regionale Produkte setzt und kleinere Anbieter vor Ort unterstützt, reist bewusster und oft authentischer.

Nachhaltig mit dem Auto zu reisen, bedeutet also nicht, auf Komfort zu verzichten. Vielmehr geht es darum, bewusste Entscheidungen zu treffen und ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ in den Urlaub zu starten. Wer nachhaltig reist, spart also nicht nur Energie und Ressourcen, sondern auch Nerven und erlebt seinen Urlaub gleich noch intensiver und positiver.

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Bild: Mit bewusster Fahrweise, guter Planung und weniger Gepäck lässt sich auch ein Roadtrip nachhaltiger gestalten – ohne auf Komfort oder Flexibilität zu verzichten. / Quelle: istock/Nikita Burdenkov