Mit der neuen Staffel von „LOL: Last One Laughing“, die am 14. Mai auf Prime Video startet, gibt es ein Wiedersehen mit Torsten Sträter (59). Monatelang hatte sich der Dortmunder Kabarettist aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, Mitte April dann die Erklärung: „Dummerweise ist es ein Tumor“, schrieb der 59-Jährige auf seiner Homepage.

Zuvor hatten viele seiner Fans Depressionen vermutet – der Comedian war in der Vergangenheit offen damit umgegangen. Diesmal lag die Ursache woanders. „Ich kann Sie einerseits beruhigen: Es sind keine Depressionen“, so Sträter. „Meine gesundheitlichen Probleme sind also eher physischer Natur.“

Torsten Sträter: „Ich bin zufrieden“

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news blickt Sträter nun auf die vergangenen Monate zurück – und auf die Entscheidung, die Diagnose publik zu machen. „Ein bisschen“ schwer sei ihm das gefallen, räumt er ein. „Das scheint ja genauso stigmatisiert zu sein wie die Depressions-Sache. Dabei erwischt es statistisch gesehen fast jeden zweiten Menschen. Schon absurd.“

Wie es ihm heute gehe, beantwortet Sträter auf seine ganz eigene Art: Er fühle sich, um es mit den Worten von Sylvester Stallone in dessen Rolle als Barney Ross in „The Expendables“ zu sagen, schlicht „zufrieden“.

Seit Januar lagen seine Auftritte auf Eis. Die Absagen seien ihm „sehr schwer“ gefallen, gibt er zu. „Ich empfinde das ja nicht als Arbeit.“ Wer einmal richtig gearbeitet habe – „wie 99,9 % der anderen Menschen da draußen“ -, wisse den Unterschied. Die Bühne ist für ihn kein Job, sondern Leidenschaft. Und eben deswegen, so Sträter, habe er sich schließlich auch mit einem Statement an seine Fans gewandt: „damit die hochgeschätzten Anhängerinnen und Anhänger meines Handwerks nicht denken: Was hat er denn? Eingewachsene Fußnägel?“

Er ist zurück auf der Bühne

Mittlerweile ist er auf die Bühne zurückgekehrt und freue sich vor allem „die Leute“ wiederzusehen. „Es sind immer die Leute. Hoffentlich werde ich dieser Sache Herr, rein emotional gesehen. Zum anderen freue ich mich auch darauf, wenn mir nach dem ersten Satz der zweite einfällt und danach der dritte, so bis 22:30 Uhr“, lacht der Comedian.

Aktuell steht Sträter mit seiner Tour „Mach mal das große Licht an“ auf der Bühne. Ab September folgt das neue Programm „Die Zyklopen von Saint-Tropez“ – vielleicht dann schon als zweifacher „LOL“-Gewinner. Die Ausgangslage ist nicht schlecht: Die allererste deutsche Staffel hat er 2021 für sich entschieden.

(obr/spot)

Bild: Torsten Sträter ohne sein charakteristisches Markenzeichen: die Mütze. / Quelle: Prime Video