Motsi Mabuse (45) und ihre Schwester Oti (36) gewähren erstmals ganz persönliche Einblicke in ihr Leben. Für die WDR-Produktion „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“ (ab 19. Oktober in der ARD Mediathek) ließen sich die beiden von einem Kamerateam auch abseits des Rampenlichts begleiten. Die Personality-Doku blickt auf ihre gemeinsame Vergangenheit, ihre Karrierewege und ihr Leben zwischen dem Taunus, London und Südafrika. Dabei steht auch die enge Beziehung der Schwestern im Mittelpunkt. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse, welche Grenzen sie bei den Dreharbeiten zog, wie unterschiedlich sie und ihre Schwester sind und ob es eine Fortsetzung geben könnte.
Bisher kennt man Sie vor allem für Ihre Tanz-Expertise. Nun nehmen Sie an einem sehr privaten Format teil. Warum haben Sie sich dazu entschlossen?
Motsi Mabuse: Zuerst mal fand ich es toll, die Doku mit meiner Schwester und unserer ganzen Familie zusammen machen zu können. Wir verbringen immer gerne Zeit gemeinsam. Und so ein Format zu drehen, bringt richtig Spaß! Wir können damit aber auch zeigen, dass es zwei Mädels aus Südafrika trotz aller Schwierigkeiten geschafft haben, nach vorne zu gehen. Das war nicht immer so einfach, wie es oft aussieht. Außerdem ist es Zeit, dass die Menschen auch eine andere Seite von mir sehen. Ich bin jetzt seit über 20 Jahren in Deutschland, und die Leute kennen teilweise nur eine Seite von mir – die Motsi, die immer gute Laune hat und tanzt.
Welche andere Seite von Ihnen werden die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Doku kennenlernen?
Mabuse: Ich würde sagen, schaut zu und lasst euch überraschen! Aber so viel kann ich verraten: Es sind halt die privateren Momente, wie man so ist im Leben und was einen begleitet.
In der Doku sind auch Ihre Ehemänner und weitere Familienmitglieder zu sehen. Wie haben die auf die Idee reagiert?
Mabuse: Also wir haben niemanden überredet! Ich glaube, unsere Familie ist daran gewöhnt, einfach mitzumachen, wenn wir sagen, los geht’s (lacht).
Gab es für Sie auch eine Grenze bei den Dreharbeiten?
Mabuse: Ja, unsere Tochter soll weiter geschützt sein. Man sieht sie nur von hinten. Auch bei unserem privaten Zuhause haben wir sehr darauf geachtet, unsere Privatsphäre und die unserer Familie zu schützen.
Sie bezeichnen sich als „liebevoll streng“. Worauf legen Sie als Mutter besonderen Wert?
Mabuse: Bildung ist mir sehr wichtig. Meine Tochter soll wissen, was auf dieser Welt passiert und soll verstehen, dass man für seine Ziele auch was tun muss. Ich möchte, dass sie respektvoll gegenüber Menschen ist und sich aber auch verteidigen kann. Das sind für mich die Grundwerte. Und vor allem soll sie natürlich glücklich sein.
Mit Ihrer Schwester haben Sie ein sehr gutes Verhältnis. Die Doku thematisiert jedoch auch Ihre Unterschiede, die bisher in der Öffentlichkeit vielleicht nicht so wahrgenommen wurden.
Mabuse: Wir sind wirklich sehr, sehr unterschiedlich. Das liegt vielleicht auch an unserer Kindheit. Als ich geboren wurde, waren meine Eltern noch in der Entwicklungsphase und haben gerade erst ihre Karriere gestartet. Als Oti fast zehn Jahre später zur Welt kam, hatten unsere Eltern schon was erreicht. Sie hat also etwas anderes erlebt als ich, und das prägt bis heute. Oti hat unglaublich viel Courage und geht einfach los, wenn sie an etwas glaubt. Ich bin dagegen oft vorsichtiger. Vielleicht ist es auch die typische Dynamik zwischen kleiner und großer Schwester. Ich bin die ältere Schwester und versuche, aufzupassen.
Könnten Sie sich noch eine Fortsetzung der Doku vorstellen?
Mabuse: Also meine Familie und ich sind bereit (lacht).
(ae/spot)
Bild: Blick ins Privatleben: Oti (l.) und Motsi Mabuse in einer Szene ihrer WDR-Doku „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“. / Quelle: ITV Studios Germany