Klein, leicht und leistungsstark: Mit der neuen Generation wertet Apple sein iPad mini kräftig auf. Neu sind OLED-Bildschirm, schnellerer Prozessor und Wasserschutz. Die Nachrichtenagentur spot on news hat das Gerät vor dem Verkaufsstart am 6. November bereits getestet. Vor allem auf Reisen zeigt es seine Stärken.

Klein genug für unterwegs, groß genug für Filme

Schon beim ersten Griff fällt das geringe Gewicht auf. Nur 255 Gramm bringt die WLAN-Version auf die Waage, knapp 40 Gramm weniger als der Vorgänger. Mit 5,4 Millimetern ist es zudem besonders dünn, liegt gut in einer Hand und verschwindet problemlos im Reisegepäck.

Im Zug Nachrichten lesen, im Flieger eine Serie schauen, unterwegs eine Route planen oder abends im Hotel ein Buch aufschlagen: Dafür ist das Format im Test nahezu ideal. Der Bildschirm bietet mehr Platz als ein Smartphone, ohne dass das Tablet sperrig wirkt. Gerade beim längeren Lesen macht sich das geringe Gewicht angenehm bemerkbar.

Das neue 8,5-Zoll-OLED-Display ist dabei ein echter Gewinn. Filme und Fotos profitieren von kräftigen Farben, sattem Schwarz und starken Kontrasten. Schmalere Ränder schaffen mehr Anzeigefläche. Im Test überzeugt die Darstellung, auch wenn die besonders flüssigen 120 Hertz der Pro-Geräte fehlen.

Optional gibt es ein Glas mit weniger Spiegelungen – vor allem interessant für die Nutzung draußen. Praktisch unterwegs: Dank IP67-Schutz ist auch ein Regenschauer weniger problematisch.

Im Alltag schnell und ausdauernd

Auch beim Tempo lässt das kleine iPad kaum Wünsche offen. Der neue A20-Pro-Chip hat für Surfen, Streaming, Spiele und Bildbearbeitung reichlich Reserven. Im Test reagiert das Gerät flott und zuverlässig, auch wenn mehrere Apps genutzt werden.

Überarbeitet hat Apple außerdem das Lautsprechersystem. Die teilweise ins Display integrierte Technik sorgt für volleren Klang beim Filmeschauen. Die Frontkamera an der langen Seite erleichtert zudem Videoanrufe im Querformat.

Erfreulich ist zudem die Akkulaufzeit: Apple verspricht bis zu zehn Stunden beim Surfen oder Filmeschauen. Dieser Wert hat sich auch im Test bestätigt. Das reicht also locker für einen Reisetag. Mit geeignetem Netzteil ist der Akku außerdem nach 30 Minuten wieder bis zu 50 Prozent geladen.

Auch die Software überzeugt mit praktischen Funktionen für Notizen und die gleichzeitige Nutzung mehrerer Apps. Auf die neue Siri AI müssen Nutzer in der EU allerdings immer noch warten.

Und wenn schon ein großes iPhone dabei ist?

Bei aller Begeisterung bleibt eine berechtigte Frage: Braucht es das iPad mini noch, wenn bereits ein iPhone 18 Pro Max oder gar ein faltbares iPhone Duo vorhanden ist? Das Duo bietet aufgeklappt immerhin 7,6 Zoll und kommt dem kleinen Tablet damit ziemlich nahe.

Trotzdem ist das iPad mini mehr als nur ein vergrößertes Smartphone. Mit iPadOS eignet es sich gut für Dokumente, längere Texte und Notizen mit dem Apple Pencil Pro. Besonders ein klassisches iPhone ergänzt es ideal: hier schnelle Aufgaben, dort Filme, Bücher und Dokumente. Gerade auf Reisen funktioniert diese Kombination hervorragend.

Der Preis verlangt allerdings eine bewusste Entscheidung. Los geht es bei 749 Euro mit 128 GB Speicher, die 256-GB-Version kostet 879 Euro, 512 GB schlagen mit 1.129 Euro zu Buche. Mit Mobilfunk und optional entspiegeltem Glas steigt der Preis auf bis zu 1.429 Euro. Zur Wahl stehen die Farben Mitternacht und Polarstern.

Fazit

Das neue iPad mini ist ein überzeugendes Update und vor allem ein hervorragendes Reise-Tablet. Der brillante Bildschirm, das geringe Gewicht und die flotte Bedienung machen im Alltag einen echten Unterschied. Wer schon ein iPhone Duo nutzt, braucht das zusätzliche Tablet vermutlich aber nicht unbedingt. Wer dagegen ein handliches Gerät für Reisen, Filme, Bücher und kleinere Arbeiten sucht, bekommt hier ein ausgesprochen gelungenes Gesamtpaket.

(dr/spot)

Bild: Das iPad mini ist vor allem ein wunderbarer Reisebegleiter. / Quelle: Apple