Der Streit zwischen Halle Berry (60) und ihrem Ex-Ehemann Olivier Martinez (60) spitzt sich zu. Martinez erklärte laut US-Medienberichten, dass der 13-jährige Sohn der beiden vor Gericht aussagen wolle.

Sohn will „seine Sicht der Dinge darlegen“

Das „People“-Magazin berichtet unter Berufung auf Gerichtsunterlagen, dass der französische Schauspieler erklärt habe, sein Sohn Maceo wolle sich während der bevorstehenden Sorgerechtsverhandlung des ehemaligen Paares an das Gericht wenden, „um seine Sicht der Dinge darzulegen“. Martinez sagte demnach, Maceo wolle offen über seine Wünsche bezüglich des Sorgerechts und den angeblichen Vorfall vom September sprechen. „TMZ“ hat ebenfalls darüber berichtet.

„Er sollte die Möglichkeit haben, sich zu dem, was er in jener Nacht erlebt hat, zu äußern“, heißt es den Berichten zufolge von Martinez. Wenn sein Sohn daran gehindert werde, „sich vor Gericht zu diesen Vorwürfen zu äußern, befürchte ich, dass er davon abgehalten würde, Probleme oder möglichen Missbrauch in Zukunft zu melden“.

Martinez gehe davon aus, heißt es weiter, dass Halle Berry versuchen werde, „unseren Sohn daran zu hindern, sich direkt an das Gericht zu wenden“, und erklärte, die Aussage ihres Sohnes werde „entscheidend dafür sein, dass das Gericht die ganze Wahrheit über die Ereignisse vom 26. September erfährt“. Martinez behauptete außerdem, Maceo habe seine Sorge darüber zum Ausdruck gebracht, dass seiner Mutter mehr geglaubt werde als ihm selbst.

Halle Berry weist Anschuldigungen zurück

Anfang Oktober wurde bekannt, dass Halle Berry von ihrem Ex-Ehemann beschuldigt wird, gegenüber Sohn Maceo gewalttätig gewesen zu sein. Martinez beantragte das alleinige Sorgerecht für Maceo und behauptete, Berry habe diesen bei einem Vorfall am 26. September „körperlich misshandelt“. Außerdem warf er ihr „weitere Fälle von Misshandlung“ in den letzten Jahren vor.

Halle Berry, die mit ihrem Ex-Freund Gabriel Aubry auch die 18-jährige Tochter Nahla hat, hat die Anschuldigungen zurückgewiesen. Sie erklärte laut „People“: „Ich habe Maceo niemals körperlich, emotional oder in anderer Weise misshandelt. Ich bin selbst Opfer häuslicher Gewalt und setze mich für Opfer häuslicher Gewalt ein.“ Sie fuhr fort: „Ich bin keine Gewalttäterin. Ich würde unserem Kind niemals wehtun.“ Die Anwältin von Halle Berry bezeichnete die Vorwürfe als „völlig unbegründet und absichtlich irreführend“.

Tochter verteidigt Halle Berry

Ihre Tochter Nahla verteidigte Berry ebenfalls und wies die Anschuldigungen in einer Erklärung für das Gericht zurück, wie „People“ berichtete. „Ich habe in ihrer Erziehung nie etwas Missbräuchliches beobachtet“, schrieb Nahla. Sie beschrieb die Schauspielerin als „liebevolle und hingebungsvolle Mutter“, die „herzlich, unterstützend und sehr engagiert“ sei und „bei Bedarf streng sein kann und von ihren Kindern erwartet, dass sie Regeln befolgen und respektvoll sind“. Sie habe nie gesehen, dass ihre Mutter Maceo körperlich misshandelt habe, so die 18-Jährige.

Berry und Martinez heirateten im Juli 2013 in Frankreich. Im Oktober desselben Jahres brachte Berry den gemeinsamen Sohn zur Welt. Das Paar reichte 2015 die Scheidung ein.

(hub/spot)

Bild: Halle Berry und Olivier Martinez waren von 2013 bis 2016 verheiratet. / Quelle: imago/Depositphotos / PopularImages