US-Schauspielerin Gillian Anderson (58) muss sich gerade viel Kritik anhören. Auslöser ist ein Video, das sie im Gespräch mit einer Gruppe von Fans zeigt. Darin wirft sie ihnen vor, sie bei ihren Auftritten im Londoner West End „abzulenken“, weil sie immer wieder in der ersten Reihe sitzen.

Anderson, bekannt aus Serien wie „Sex Education“ und „Akte X“, wurde vor dem Soho Place Theatre gefilmt, wo sie derzeit in dem Stück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ auf der Bühne steht. Dort wandte sie sich Medienberichten zufolge an eine Gruppe wartender Fans: „Ihr könnt nicht in der ersten Reihe sitzen. Es ist mir egal; ihr könnt nicht in der ersten Reihe sitzen. Das lenkt mich so sehr ab.“ Anschließend wurde sie noch deutlicher: „Ihr könnt nicht 20 Mal kommen und in der ersten Reihe sitzen, das macht mich wahnsinnig.“ Die Fans, die in dem Video selbst nicht zu sehen sind, entschuldigten sich daraufhin offenbar bei der Schauspielerin.

Das sagt Gillian Anderson zu dem Video

Der Clip verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und löste dort teils heftige Kritik aus. Gillian Anderson reagierte schließlich mit einer Stellungnahme, in der sie den Vorfall einordnete. „Das Video, das gerade die Runde macht, zeigt mich im Gespräch mit Frauen, die ich seit über 20 Jahren kenne – also bitte sagt nichts Negatives zu ihnen oder über sie“, schrieb sie auf X.

https://x.com/GillianA/status/2106730676510691699

„Wir freuen uns riesig auf diese Show, aber an die Leute in der ersten Reihe: Bitte seid euch bewusst, dass wir euch in einem so intimen Veranstaltungsort alle sehen können und dass das manchmal ein bisschen ablenkend sein kann!“ Anderson beendete ihr Statement mit den Worten: „Das war’s. Alles gut. Weiter geht’s mit der Vorstellung, liebe Grüße an alle und vielen Dank an alle, die gekommen sind.“

Schauspieler beklagen schlechtes Benehmen im Theater

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass ein Schauspieler mit Äußerungen zur Theateretikette für Schlagzeilen sorgt. Im September bat Cate Blanchett das Publikum ihrer National-Theatre-Produktion „Electra/Persona“, ihre Handys wegzustecken.

Rosamund Pike kritisierte im Mai laut Medienberichten einen Zuschauer, der während ihrer West-End-Aufführung von „Inter Alia“ eine SMS schrieb. „Vielleicht war es sehr wichtig, und vielleicht sind Sie Arzt und retten gerade jemandem das Leben – und ich hoffe, dass es so ist -, aber wir sehen solche Dinge, und wir nehmen sie wahr.“

Im April unterbrach „Wicked“-Star Cynthia Erivo eine Theateraufführung, nachdem sie einen Zuschauer entdeckt hatte, der die Vorstellung illegal aufzeichnete. Lesley Manville erklärte Anfang des Jahres gegenüber BBC Radio 4, dass sie Zuschauer, die während des Vorhangs Fotos machen, als „beleidigend“ empfinde. „Klatscht oder klatscht nicht, aber haltet uns nicht einfach euer Handy vor die Nase“, sagte sie.

(hub/spot)

Bild: Gillian Anderson wehrt sich gegen die Kritik. / Quelle: imago/AFF-USA / Lisa OConnor / AFF-USA.com