München, 31.08.2026 (lifePR) – Rund 840 Millionen Frauen und Mädchen weltweit haben im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt durch einen Partner oder sexualisierte Gewalt außerhalb einer Partnerschaft erlebt. Das entspricht nahezu jeder dritten Frau ab 15 Jahren, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihren 2026 veröffentlichten globalen Schätzungen ausweist.

Weitere 650 Millionen heute lebende Frauen und Mädchen wurden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet, so aktuelle Daten von UNICEF.

Zahlen wie diese zeigen: Gleichberechtigung ist weltweit noch lange keine Selbstverständlichkeit.

Genau deshalb gibt es Zonta International.

Von Buffalo in die Welt

1919 wurde im amerikanischen Buffalo der erste Zonta Club gegründet. Heute ist daraus eine internationale Gemeinschaft mit mehr als 25.000 Mitgliedern in 1.093 Zonta Clubs in 64 Ländern geworden.

Das gemeinsame Ziel lautet: „Build a Better World for Women and Girls.“

Zonta setzt sich dafür ein, dass Frauen und Mädchen gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei von Gewalt leben können. Dabei verbindet die Organisation drei Ebenen miteinander: konkrete Hilfsprojekte, Bildungsförderung und gesellschaftspolitische Interessenvertretung.

Zonta ist dabei nicht nur ein weltweites Netzwerk ehrenamtlich engagierter Menschen. Die Organisation besitzt seit 1969 General Consultative Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC). Dieser Status ermöglicht Nichtregierungsorganisationen, sich an der Arbeit der UN zu beteiligen und ihre Expertise in internationale Prozesse einzubringen. Auch beim Europarat besitzt Zonta einen Beteiligungsstatus.

Mehr als 50 Millionen US-Dollar für Frauen und Mädchen

Der internationale Anspruch wird durch konkrete finanzielle Förderung sichtbar.

Seit 1923 hat Zonta International nach eigenen Angaben mehr als 50,9 Millionen US-Dollar eingesetzt, um Frauen und Mädchen bessere Bildungs- und wirtschaftliche Chancen sowie ein Leben in größerer Sicherheit zu ermöglichen. Allein in internationale Serviceprojekte flossen davon knapp 39 Millionen US-Dollar.

Zonta arbeitet dabei unter anderem mit Organisationen der Vereinten Nationen wie UNICEF und UNFPA zusammen.

Zu den internationalen Schwerpunkten gehören Programme gegen Kinderehen und geschlechtsspezifische Gewalt, Projekte zur Stärkung von Frauen in von Klimawandel und Krisen besonders betroffenen Regionen sowie Bildungs- und Förderprogramme für Mädchen und Frauen.

Ein Beispiel ist das internationale Programm zur Beendigung von Kinderehen. Dass hier weiterhin enormer Handlungsbedarf besteht, zeigen die UNICEF-Zahlen: Weltweit wurden rund 650 Millionen heute lebende Frauen und Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Der Anteil junger Frauen, die als Minderjährige verheiratet wurden, ist zwar innerhalb eines Jahrzehnts von 23 auf 19 Prozent gesunken – das Ziel einer weltweiten Beendigung von Kinderehen ist jedoch noch weit entfernt.

Bildung verändert Lebenswege

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Bildung und beruflichen Chancen.

Besonders traditionsreich ist der Amelia Earhart Fellowship, den Zonta bereits 1938 ins Leben gerufen hat. Das Programm unterstützt Frauen, die im Bereich Luft- und Raumfahrt promovieren.

Bis heute wurden 1.794 Amelia Earhart Fellowships mit einem Gesamtvolumen von mehr als 12,2 Millionen US-Dollar an 1.365 Frauen aus 80 Ländern vergeben. Allein 2026 erhielten 30 Wissenschaftlerinnen aus elf Ländern jeweils ein mit 10.000 US-Dollar ausgestattetes Fellowship.

Hinzu kommen weitere Förderprogramme. Beim Zonta Women in STEM Award wurden im Jahr 2026 16 Frauen mit jeweils 10.000 US-Dollar für besondere Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ausgezeichnet.

Damit verbindet Zonta gesellschaftliche Forderungen nach mehr Chancengleichheit mit ganz konkreter Förderung.

Global denken – in München handeln

Der Zonta Club München I gehört seit 1952 zu dieser internationalen Gemeinschaft und war nach dem Zonta Club Hamburg der zweite in Deutschland gegründete Zonta Club. Sein Ziel ist es, die Stellung von Frauen in Beruf und Gesellschaft zu verbessern, internationale Zonta-Projekte zu unterstützen und zugleich dort aktiv zu werden, wo Frauen und Mädchen in München konkrete Hilfe benötigen.

Die Themen reichen dabei von Altersarmut über Gewalt und Menschenhandel bis zu Bildung, MINT-Förderung und wirtschaftlicher Eigenständigkeit.

Zu den vom Zonta Club München I unterstützten beziehungsweise begleiteten Projekten gehören unter anderem:

  • IN VIA – Engagement zur Prävention weiblicher Genitalbeschneidung,
  • JADWIGA – Unterstützung im Kampf gegen Frauenhandel und Zwangsheirat,
  • Little Lab – frühe Förderung und Begeisterung für Wissenschaft und MINT,
  • HANNAH BAGS – Hygieneartikel und Unterstützung für bedürftige und geflüchtete Frauen,
  • mira Mädchenbildung – Bildung und Empowerment von Mädchen,
  • sowie die internationale Kampagne Zonta Says NO to Violence Against Women.

Mehr als 275.000 Euro gegen Altersarmut von Frauen

Wie internationale Probleme auch unmittelbar vor der eigenen Haustür sichtbar werden, zeigt das Engagement gegen Altersarmut von Frauen in München.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2025 21,3 Prozent der Frauen ab 65 Jahren in Deutschland armutsgefährdet, gegenüber 17,3 Prozent der Männer. Auch bei den Alterseinkünften besteht weiterhin eine erhebliche Lücke.

Seit 2015 engagieren sich die drei Münchner Zonta Clubs gemeinsam mit Caritas und Diakonie gegen Altersarmut von Frauen. Bis April 2026 wurden bereits mehr als 275.000 Euro für das Projekt bereitgestellt. Die Unterstützung wird kontinuierlich fortgeführt.

Das Geld hilft dabei, konkrete finanzielle Notlagen zu lindern. Gleichzeitig setzt Zonta zunehmend auf Prävention und informiert über finanzielle Eigenständigkeit und Altersvorsorge.

Wirkung entsteht nicht nur durch Geld

Doch gesellschaftliche Wirkung lässt sich nicht allein in Spendensummen messen.

Wenn Gewalt gegen Frauen öffentlich thematisiert wird, wenn Mädchen ermutigt werden, ihre Bildungs- und Berufschancen zu nutzen, wenn Frauen Unterstützung auf dem Weg in wirtschaftliche Eigenständigkeit bekommen oder politische Entscheidungsträger auf strukturelle Benachteiligungen aufmerksam gemacht werden, entsteht Wirkung auf einer zweiten Ebene.

Genau darin liegt die Idee von Zonta:

Hinschauen, wo Frauen und Mädchen benachteiligt werden. Helfen, wo konkrete Unterstützung gebraucht wird. Und gleichzeitig daran arbeiten, die Bedingungen zu verändern, durch die Benachteiligung überhaupt erst entsteht.

International – und seit mehr als sieben Jahrzehnten auch in München.

Über den Zonta Club München I

Der Zonta Club München I wurde 1952 gegründet und ist Teil von Zonta International. Der Club engagiert sich für Gleichstellung, Selbstbestimmung und bessere Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Projekte gegen Gewalt und Altersarmut sowie für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Weitere Informationen:
www.zonta-muenchen-1.de

Der Zonta-Club München I ist – nach Hamburg – der zweitälteste Zonta-Club Deutschlands.
Zonta ist ein weltweiter Zusammenschluss von berufstätigen Frauen in verantwortlicher Position und versteht sich als modernes Netzwerk zur Unterstützung und Förderung von Frauen in Beruf und Gesellschaft.
Zonta ist eine überparteiliche, überkonfessionelle und weltanschaulich neutrale Organisation, in der sich Frauen für Mädchen und Frauen international und lokal ehrenamtlich engagieren.
Zonta International wurde 1919 in den USA gegründet. Weltweit bestehen heute in mehr als 60 Ländern über 1.200 Clubs.
Zonta International hat als NGO generellen konsultativen Status bei der UNO/ECOSOC und arbeitet u.a. mit der WHO (World Health Organization) und dem Europarat zusammen.
Zonta steht für den Dienst am Menschen, die Achtung der Menschenrechte, Freundschaft, gegenseitiges Verständnis und Einsatz gegen Gewalt und Unterdrückung.
Der Name Zonta ist der Symbolsprache der Sioux Indianer entlehnt und bedeutet Licht, Zusammenhalten, gemeinsames Handeln, Hilfe und Vertrauenswürdigkeit.