Potsdam, 26.05.2026 (lifePR) – Am Sonnabend, den 30. Mai 2026, findet zum vierten Mal der Tag der Baukultur in Brandenburg statt. 62 Veranstalterinnen und Veranstalter öffnen im gesamten Land ihre Türen und machen Baukultur unmittelbar erlebbar – mit Führungen, Baustellenbesuchen, Diskussionen, Workshops und Mitmachformaten.
Es ist ein Tag, an dem sich Brandenburg nicht über abstrakte Planungsdaten, sondern über gebaute Realität erzählt: über Orte im Wandel, über Infrastruktur, die Regionen verbindet, und über Gebäude, die Geschichte tragen und Zukunft ermöglichen. Zwischen historischen Beständen, industriellen Transformationsräumen und neuen öffentlichen Orten wird sichtbar, wie eng Architektur, Ingenieurbaukunst und gesellschaftliche Entwicklung miteinander verwoben sind. Ziel ist es, den Dialog zwischen Fachwelt und Öffentlichkeit zu stärken und Baukultur als gemeinsame Aufgabe sichtbar zu machen.
Dipl.-Ing. Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer (BBIK) betont: „Baukultur ist kein Einzelprojekt, sondern ein Zusammenspiel vieler Disziplinen – von der Planung über die Statik bis zur Umsetzung auf der Baustelle. Der Tag der Baukultur zeigt, wie viel Ingenieurwissen in unseren Städten und Dörfern steckt. Und er erinnert uns daran, dass gute gebaute Umwelt immer Teamarbeit ist.“
Auch Bauminister Robert Crumbach wird den Tag nutzen, um gemeinsam mit dem Präsidenten der Brandenburgischen Ingenieurkammer ausgewählte Projekte in der Lausitz zu besuchen – einer Region, in der der Strukturwandel besonders sichtbar wird und Baukultur zu einem Motor des Wandels geworden ist.
Ministerialer Projektbesuch in der Lausitz: Wandel, Weite und neue Orte des Lebens
Die drei Stationen des Ministerbesuchs verbinden auf besondere Weise Vergangenheit, Transformation und Zukunft einer Region im Umbruch. Sie zeigen, wie aus industriell geprägten Landschaften neue Lebensräume entstehen – und wie Baukultur dabei Orientierung gibt.
10:00 – 11:30 Uhr | Wagnereck
Vom Leerstand zum Zukunftsort
In Lauchhammer steht das Wagnereck exemplarisch für die Kraft des Weiterbauens im Bestand. Der ehemals leerstehende Bau wird behutsam saniert und in einen modernen Lebensraum überführt. Dabei treffen historische Substanz, neue Nutzungskonzepte und energetische Anforderungen aufeinander.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus bestehenden Strukturen tragfähige Quartiere für die Zukunft entstehen können – ohne die Geschichte des Ortes zu verlieren.
Ort: Richard-Wagner-Straße 6-14a, 01979 Lauchhammer
12:00 – 13:45 Uhr | Sedlitzer Bucht
Das Kanu steht Kopf – Architektur im Landschaftswandel
In der Sedlitzer Bucht entsteht ein markanter neuer Ort in einer Landschaft, die sich radikal verändert hat: Aus dem ehemaligen Tagebau wird eine wachsende Seenlandschaft. Das Gebäude „KANU“ greift diese Transformation in seiner Formensprache auf und wird zum Zeichen für den Wandel der Region.
Die Baustellenführung macht sichtbar, wie eng hier Infrastrukturentwicklung, Wasserwirtschaft, Tourismus und Architektur zusammenspielen. Holz, Licht und Weite verbinden sich zu einem neuen öffentlichen Raum am Wasser.
Ort: Hafen Sedlitzer Bucht | Sedlitzer Bucht | 01968 Senftenberg
Ab 14:00 Uhr | Gartenstadt Marga
Gartenstadt als Bühne – Baukultur zum Mitmachen
Die Gartenstadt Marga öffnet sich erneut als lebendiger Ort für Baukultur und Gemeinschaft. Rund um den Marktplatz entsteht ein vielfältiges Programm aus Kunst, Musik, Theater, Lesungen und Mitmachaktionen. Zwischen Ateliermeile, Klangraum Kirche und offenen Werkstätten wird Baukultur als kulturelle Praxis erfahrbar. Hier steht nicht das einzelne Bauwerk im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel von Menschen, Raum und Engagement.
Ort: Marktplatz Brieske-Marga | Platz des Friedens 2 | 01968 Senftenberg OT Brieske
Lausitz als Landschaft des Wandels
Die drei Projekte verbindet mehr als ihre geografische Nähe. Sie erzählen gemeinsam die Geschichte einer Region, die sich neu erfindet: vom industriell geprägten Raum über großmaßstäbliche Landschaftstransformationen bis hin zu lebendigen Stadträumen im Bestand.
Ob Sanierung eines Bestandsgebäudes in Lauchhammer, die Umgestaltung einer ehemaligen Tagebaulandschaft bei Senftenberg oder die Aktivierung historischer Siedlungsstrukturen in Brieske-Marga – überall wird deutlich: Baukultur ist hier nicht Kulisse, sondern aktiver Teil des Strukturwandels.
Minister Robert Crumbach fasst diesen Zusammenhang zusammen: „Gute Baukultur verbindet Räume und Menschen. Gerade im Bestand wird sichtbar, wie Zukunft gestaltet werden kann.“
Baukultur erleben und diskutieren
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an Stadtspaziergängen, Baustellenführungen, Ausstellungen und Gesprächsformaten teilzunehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur gestalterische Fragen, sondern auch nachhaltiges Bauen, neue Wohnformen, Umnutzung bestehender Gebäude und resiliente Stadtentwicklung.
Routenempfehlungen
Thematische Tagesrouten mit kurzen Fahrzeiten zwischen den Stationen finden Sie hier:
https://www.bbik.de/themen/tag-der-baukultur/routenempfehlungen/
Über den Tag der Baukultur
Der Tag der Baukultur Brandenburg ist eine gemeinsame Initiative der Brandenburgischen Ingenieurkammer (BBIK) und des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Ziel ist es, Baukultur als gesellschaftliche Aufgabe sichtbar zu machen und die Bedeutung von Architektur, Ingenieurbaukunst und Stadtentwicklung in der Öffentlichkeit zu stärken. Der Aktionstag findet seit 2023 jährlich statt.
Weitere Informationen und Programmübersicht: https://www.bbik.de/tagderbaukultur/
Pressebereich: https://www.bbik.de/themen/tag-der-baukultur/presse/