Eine Nachricht schockierte am Donnerstag (9. April 2026) nicht nur die Filmwelt. Mario Adorf ist einen Tag zuvor in Paris mit 95 Jahren gestorben. Die öffentlich-rechtlichen Sender stellten sofort ihr Programm um und würdigten den Schauspieler mit Dokus und Filmen. Am Freitag und Samstag gibt es aus diesem Anlass bei ARD und ZDF weitere Programmänderungen.

ARD: TV-Komödie, „Blechtrommel“ und „Kir Royal“

Nachdem das Erste an dem Tag, an dem Adorfs Tod bekannt wurde, schon eine Doku über den Verstorbenen zeigte, legt der Sender am Samstag nach. Um 14 Uhr läuft der TV-Film „Einmal Sohn, immer Sohn“ von 2018. In der Komödie mit Christiane Hörbiger und Sebastian Bezzel spielt Mario Adorf jedoch nur eine Nebenrolle.

In der Mediathek der ARD stehen weitere Filme und Serien mit dem Charakterdarsteller bereit. Darunter sind neben dem Oscar-Gewinner „Die Blechtrommel“ die Filme „Altersglühen“ und „Der Liebling des Himmels“. Dazu gibt es die Kultserie „Kir Royal“ von Helmut Dietl. Mario Adorf spielte zwar nur in der ersten Folge mit, schrieb mit dem legendären Zitat „Ich scheiß dich so was von zu mit meinem Geld“ aber dennoch TV-Geschichte.

ZDF: Doku und „Krokodil“

In der Nacht von Freitag auf Samstag zeigt das ZDF um 0:30 Uhr die Doku „Mario Adorf – eine deutsche Filmlegende“. Am Samstag folgt dann um 13:40 Uhr „Krokodil“. In der TV-Komödie von 2013 verkörpert er einen alten Grantler.

In der Mediathek des ZDF stehen hochkarätigere Filme zur Verfügung. So gibt es dort den ersten Teil von „Winnetou“, in dem Adorf den Schurken Santer verkörperte. Daneben findet sich „Der kleine Lord“ und der Abenteuerfilm „Das Totenschiff“ von 1959.

Mario Adorf in den Dritten Programmen der ARD

In den dritten Programmen der ARD sind am Wochenende verschiedene Formate mit und über Mario Adorf verstreut. In der Nacht von Freitag auf Samstag strahlt der NDR um 0 Uhr die Sondersendung „In Erinnerung an Mario Adorf“ aus. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschnitt aus Adorfs Besuchen in NDR-Talkshows.

Am Samstag läuft bei RBB ab 20:15 Uhr der Zweiteiler „Der letzte Patriarch“. Um 0:40 Uhr folgt im BR „Rossini – Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ von „Kir Royal“-Macher Helmut Dietl.

Die besten Filme und Serien mit Mario Adorf im Stream

Wer sich jenseits des linearen Fernsehens mit einem Film oder einer Serie an Mario Adorf erinnern will, hat neben den Mediatheken in verschiedenen Streamingdiensten die Gelegenheit.

Seinen Durchbruch erlebte Mario Adorf 1957 in „Nachts, wenn der Teufel kam“. Unter der Regie des aus Hollywood zurückgekehrten Regisseurs Robert Siodmak verkörperte er den zurückgebliebenen Mordverdächtigen Bruno Lüdke. Den Film, der für den Auslands-Oscar nominiert war, gibt es zum Leihen bei einschlägigen VoD-Portalen, zum Beispiel bei Youtube für 2,99 Euro.

Ebenfalls zum Leihen gibt es den kultigen deutschen Western „Deadlock“ (Amazon für 2,99 Euro) oder „Lola“, Adorfs einzige Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder (Amazon 3,99 Euro).

Mario Adorf kostenlos im Stream

Mario Adorf gehörte zu den wenigen deutschsprachigen Schauspielern mit internationaler Strahlkraft. So war er Teil des internationalen Star-Casts der Krimiverfilmung „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“, die es auf Netflix gibt. Ebenfalls auf Netflix steht die italienische Komödie mit dem etwas irreführenden Titel „Vergewaltigt in Ketten“ (1961) bereit. Der Sohn einer Deutschen und eines Italieners spielte darin einen entflohenen Sträfling.

Bei dem kostenlosen, werbefinanzierten Streamingdienst Pluto TV ist Mario Adorf neben Hollywoodstars wie Charlton Heston oder Richard Harris in dem Western „Sierra Charriba“ von Sam Peckinpah („The Wild Bunch“) zu sehen.

Von „Der große Bellheim“, „Der Schattenmann“ oder „Die Affäre Semmeling“: Heute würde man sie Miniserien nennen, in den 1990er-Jahren prägten die großen Mehrteiler von Dieter Wedel das TV-Programm. Mario Adorf spielte darin tragende Rollen. In „Der Schattenmann“ (kostenlos bei Joyn) verkörperte er einen Gangsterboss.

(smi/spot)

Bild: Einer der ganz Großen: Mario Adorf (1930-2025). / Quelle: WDR/Marc Vorwerk/SULUPRESS.DE