Tony Hawk: Seine 93-jährige Mutter erkennt ihn nicht mehr

Seit zehn Jahren leidet die Mutter von Skate-Legende Tony Hawk an Alzheimer. Nun erzählt er, wie schwierig es für ihn ist, dass sie ihn nicht mehr erkennt.

Tony Hawk (50, „Dogtown Boys“) ist ein Superstar. Die ganze Welt kennt sein Gesicht, doch einer der wichtigsten Menschen in seinem Leben weiß nicht mehr, wer er ist. Auf Instagram postete die Skate-Legende nun ein Bild, auf dem Hawk die Hand seiner 93-jährigen Mutter hält. In einem langen Eintrag berichtet er davon, dass „die letzten zehn Jahre [ihres Lebens] immer mehr von Alzheimer und Demenz verdorben“ wurden. Heute erkennt sie ihren eigenen Sohn nicht mehr.

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I visited my mom today. She has 93 years of life behind her, but the last ten have been increasingly corrupted by Alzheimer’s and dementia. She was a secretary at a high school when I was young, later becoming a business teacher at a local college and eventually earning her doctorate in business education. She used to type so much that whenever we had a quiet moment together (usually in front of the TV), she would hold my hand and I could feel her fingers pulsating with keyboard strokes. In other words, she was subconsciously dictating her thoughts and experiences through phantom keyboards in real-time. At first, it annoyed me to no end; fingertips were tapping away on me while I had to endure 60 Minutes (her choice, of course). She was strong, vivacious, quick-witted, edgy and ultra supportive in those days. When I see her now, she doesn’t recognize me. Sometimes there is a slight glimmer in her eye, sometimes she babbles incoherently, and sometimes she uncontrollably bursts into tears. Today we mostly sat in silence. I gave her updates on our family and fed her Coca Cola through a straw every few minutes (which she still loves, even through her catatonic condition). But then I noticed her fingers twitching. I’m not sure for how long; maybe they’d been moving the whole time and I wasn’t paying attention. As I watched, I was reminded of her habit of typing unconsciously throughout my life. And even though it may have only been her body [yet again] betraying her, it gave me comfort knowing that perhaps she is still in there somewhere typing away about her life, her experiences, her feelings, and our current conversation. Most of my visits end with a feeling of despair and impending finality, but today I left with a sense of hope. I like to think of my mom air-typing “fuck Alzheimer's” as I walked away. #endalz

A post shared by Tony Hawk (@tonyhawk) on Sep 6, 2018 at 10:04pm PDT

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Hawks Mutter sei eine „starke, lebhafte, schlagfertige und ausgefallene Frau“ gewesen, die ihn sehr unterstützt habe. „Wenn ich sie nun sehe, erkennt sie mich nicht mehr. Manchmal ist ein leichter Schimmer in ihren Augen, manchmal plappert sie zusammenhangslos und manchmal bricht sie unkontrolliert in Tränen aus“, teilt der Skater mit seine Fans. Bei seinem letzten Besuch seien sie nur ruhig dagesessen. Er habe ihr von den Neuigkeiten aus dem Leben ihrer Familie erzählt und ihr mit einem Strohhalm Coca-Cola gegeben, die sie noch immer liebe.

Ein Hoffnungsschimmer?

Als Sekretärin und spätere Lehrerin habe Hawks Mutter in ihrem Leben so viel getippt, dass er immer spüren konnte, wie ihre „Finger pulsierten“, wenn sie einen ruhigen Moment hatten und beispielsweise zusammen TV schauten. Auf einer „Phantom-Tastatur diktierte sie unterbewusst ihre Gedanken und Erfahrungen“. Damals habe ihn das genervt.

Doch nun habe er wieder bemerkt, wie ihre Finger zuckten. Er sei sich nicht sicher, ob es vielleicht „nur ihr Körper“ war, der sie „wieder einmal betrogen hat.“ Trotzdem habe es ihm „Trost gespendet, zu wissen, dass sie vielleicht noch irgendwo da drin steckt und von ihrem Leben, ihren Erfahrungen, ihren Gefühlen und unserem Gespräch tippt.“ Die meisten seiner Besuche endeten mit einem Gefühl der Verzweiflung, aber nach diesem Aufenthalt sei er mit Hoffnung nach Hause gegangen. Er stelle sich gerne vor, dass seine Mutter „Fuck Alzheimer“ in die Luft geschrieben habe.

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