Ein totes Mädchen im Kinderzimmer, vier Freundinnen und ihre Partner unter Verdacht, dazu ein faszinierendes Ermittlerduo, das mit ungewöhnlichen Methoden arbeitet: Die zweite Staffel der österreichisch-deutschen „Tage, die es nicht gab – Tödliche Geheimnisse“ verspricht ebenso viel Spannung wie der Vorgänger. Ab dem 16. Januar 2026 können Fans die acht neuen Folgen in der ARD Mediathek streamen, die lineare Ausstrahlung im Ersten beginnt am 4. Februar um 20:15 Uhr.

Im fiktiven Nobelort Zollberg hat sich das Leben der vier Jugendfreundinnen Doris (Diana Amft), Inès (Jasmin Gerat), Miriam (Franziska Weisz) und Christiane (Franziska Hackl) scheinbar eingependelt. Doch dann macht Doris eine grauenvolle Entdeckung: Im Zimmer ihrer 18-jährigen Tochter Sarah (Niobe Carolin Eckert) liegt die Leiche von deren Mitschülerin Emily (Paulina Hobratschk). Statt die Polizei zu rufen, wendet sie sich an Miriam – die Staatsanwältin ist.

Das ungleiche Duo mit dem Gespür für Lügen

Was diese Staffel besonders sehenswert macht, ist das Ermittlerduo: Gruppeninspektor Leodolter (Tobias Resch) und die pensionierte Majorin Grünberger (Sissy Höfferer) – beide ermittelten auch in der ersten Staffel. Grünberger wird eigens aus dem Ruhestand zurückgeholt, um den komplexen Fall zu lösen. Die Szenen der beiden sind eine wahre Freude für Austro-Krimi-Fans. Während er methodisch vorgeht, setzt sie auf psychologische Finesse – und scheut auch nicht davor zurück, Zwietracht zwischen den Verdächtigen zu säen.

Die erfahrene Ermittlerin durchschaut das Schweigekartell der vier Freundinnen schneller als ihrem Kollegen lieb ist. Am Ende setzen beide auf eine List, um den Mörder zu überführen.

Drehbücher, die süchtig machen

Die Qualität der Serie verdankt die Serie auch den Büchern von Mischa Zickler. Hauptdarstellerin Jasmin Gerat schwärmt: „Ich habe selten so gute Drehbücher wie die von Mischa Zickler gelesen, insofern war ich mehr als gespannt, wie es für Inés und alle anderen Figuren weitergeht.“ Auch Franziska Weisz betont: „Die zwischenmenschliche Ebene ist mindestens so spannend wie die Krimiebene. Diesem Sog konnte man sich in der ersten Staffel schon nicht widersetzen. Die zweite Staffel ist tatsächlich noch spannender geworden.“

Die Geschichte entfaltet sich auf mehreren Ebenen: Während die Ermittlungen laufen, geraten die Ehen der vier Frauen ins Wanken. Doris muss sich fragen, ob sie Sebastians (Rick Kavanian – ohne jeden Bullyversum-Touch) Unschuldsbeteuerungen bei MeToo-Vorwürfen glauben kann. Christiane erfährt, dass ihr Mann Filip (Stefan Pohl) eine Affäre mit der ermordeten Emily hatte. Und Inès wird von denen verraten, denen sie am meisten vertraute.

Ebenfalls im Cast sind Jutta Speidel, Wanja Mues, Etienne Halsdorf, Andreas Lust, Mads Hjulmand, Harwin Kravitz und Maya Unger.

Vom Streaming-Hit zur Fortsetzung

Die erste Staffel entwickelte sich zum Phänomen: Mehr als 13,2 Millionen Abrufe in der ARD Mediathek machten die Fortsetzung erst möglich. Diana Amft erklärt den Erfolg so: „Ich finde es ganz toll, dass dort vier Frauen in ihren Vierzigern mit ihren ganz eigenen Geschichten im Vordergrund stehen, die mehrere Generationen und auch unterschiedlichste Themen ansprechen.“

„Tage, die es nicht gab – Tödliche Geheimnisse“ ist eine Produktion von MR FILM in Koproduktion mit ORF und ARD Degeto, MDR, SWR, WDR, NDR, BR und RB. Gedreht wurde von Mai bis September 2024 in Wien und Umgebung. In Österreich lief die Serie bereits vom 17. November bis 8. Dezember 2025.

(ili/spot)

Bild: „Tage, die es nicht gab – Tödliche Geheimnisse“: Das Ermittlerduo Gruppeninspektor Leodolter (Tobias Resch) und die pensionierte Majorin Elfriede Grünberger (Sissy Höfferer, r.) müssen den Mord an Emily (Paulina Hobratschk, M.) aufklären. / Quelle: [M] ORF/ARD Degeto Film/ARD/MR Film / Petro Domenigg