Am vergangenen Donnerstagabend ließ der SWR die ESC-Katze aus dem Sack: Unter den neun Künstlerinnen und Künstlern, die beim Vorentscheid „Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026“ antreten werden, befindet sich auch Sarah Engels (33) mit ihrem Song „Fire“. Kurz vor der Ankündigung hatte Engels schon etwas in diese Richtung bei Instagram angedeutet, kurz danach verriet sie wiederum RTL nun, was sie zur Teilnahme bewegt hat.
Sie wolle auf diese Weise „meine Geschichte, meine Gefühle und meine Musik mit ganz vielen Menschen […] teilen“, so die gebürtige Kölnerin. Auch über die Grenzen Deutschlands hinaus sollen demnach Frauen die Botschaft ihres Lieds „Fire“ mitbekommen – und zwar „zu brennen. Voller Kraft. Voller Leben.“
Engels‘ Gefühlschaos
Am 28. Februar wird der deutsche Vorentscheid im Ersten um 20:15 Uhr ausgestrahlt, Barbara Schöneberger führt durch den Abend. Am Ende des TV-Events steht dann fest, wer die Bundesrepublik am 16. Mai im Finale in Wien vertreten wird. Ob Engels die Auserkorene sein wird, steht noch in den Sternen. Schon jetzt sei sie aber „voller Dankbarkeit, Aufregung und Spannung und kann es kaum erwarten, diese besondere Reise zu erleben und auf der Bühne alles zu geben“.
Unter den neun Anwärtern hat die Ex-Frau von Pietro Lombardi und „DSDS“-Zweite von 2011 zumindest den bekanntesten Namen. Konkurrenz bekommt sie jedoch von einer Castingshow-Siegerin: Auch Malou Lovis ist im Rennen, die 2023 „The Voice of Germany“ gewinnen konnte. Außerdem mit dabei sind unter anderem das neu gegründete Duo Ragazzki, Wavvyboi aus Liechtenstein sowie Molly Sue, die 2014 bei „The Voice Kids“ im Team von ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut war.
Wird der ESC zum Politikum?
Countertenor JJ, bürgerlich Johannes Pietsch, konnte im vergangenen Jahr mit seinem Song „Wasted Love“ den Sieg für Österreich einfahren. Für Kritik sorgte derweil die Teilnahme und der zweite Platz der israelischen Sängerin Yuval Raphael.
Der Konflikt im Nahen Osten wirft auch dieses Jahr einen Schatten auf das größte Musikspektakel der Welt: Die Sender mehrerer Länder – darunter Spanien, Irland, die Niederlande und Slowenien – kündigten aus Protest gegen die Teilnahme Israels einen Boykott des Eurovision Song Contest an. Weitere Länder wie Belgien, Island, Schweden und Finnland erwägen diesen Schritt ebenfalls.
(stk/spot)
Bild: Ob Sarah Engels Deutschland beim ESC in Wien vertreten darf, klärt sich am 28. Februar. / Quelle: ddp/Geisler/Robert Schmiegelt