Der achte Tag der 19. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ist am Freitagabend über die Bühne gegangen (RTL, auch bei RTL+ abrufbar). Dieses Mal musste ein Star das Camp verlassen. Zur Auswahl standen alle zwölf eingezogenen Promis: Musiker Gil Ofarim (43), Unternehmerin Simone Ballack (49), „Hot oder Schrott“-Star Hubert Fella (58), die Schauspielstars Mirja du Mont (50), Stephen Dürr (51), Hardy Krüger jr. (57) und Nicole Belstler-Boettcher (62) sowie die Reality-Persönlichkeiten Patrick Romer (30), Umut Tekin (28), Ariel (22), Eva Benetatou (33) und Samira Yavuz (32). Vor dem ersten Auszug wurde jedoch deutlich, dass die diesjährigen Dschungelcamp-Geschichten wohl gesetzt sind.

Der ewig Verschwiegene

Denn wieder einmal wurde Gil auf seine Verschwiegenheit im Hotel-Skandal angesprochen. Obwohl der Musiker noch dachte, dass sich „langsam das hier ein bisschen beruhigt habe“ und man nicht weiter an seiner Geschichte interessiert sei, versuchte dieses Mal Eva ihr Glück. „Möchtest du über nichts sprechen? Möchtest du auf Fragen, die dir hier gestellt werden, antworten?“, fragte sie ihren Mitstreiter. „Auf das, was ich kann, mache ich, klar. Aber wenn ich gerichtlich nicht darf?“ Es brenne ihm auf der Zunge, weil er verurteilt werde. „Aber ich darf nichts sagen“, wies der Musiker erneut auf seine Verschwiegenheitserklärung hin. Er könne verstehen, „wenn jeder sauer und wütend darüber ist“.

Eva versuchte im Dschungeltelefon sein Verhalten zu interpretieren: „Einerseits will Gil in der Gruppe sein, andererseits fährt er auch eine klare Strategie und zieht sich gerne zurück. Vielleicht hat er die erste Woche abgesessen und möchte die nächste Woche abwarten, um später etwas zu erzählen, damit er hier länger drinbleiben kann.“ Gil gab Eva dann noch den Tipp mit, dass es einen Artikel und ein Interview im „stern“ zu seinem Fall gegeben habe. „Die haben recherchiert und alle 18.000 Seiten des Verfahrens gelesen. Wer eins und eins zusammenzählen kann und ein bisschen was in der Birne hat, kommt selbst zu einem Entschluss“, blieb Gil trotzdem wie immer vage.

Lästerstunde wegen angeblichem Flirt

Auch die Affären-Schlagzeilen kamen erneut auf den Tisch. Im Gespräch mit Hubert gab Eva zu, dass ihr der Instagram-Post, in dem sie die Nacht mit Samiras Noch-Ehemann Serkan zugegeben hatte, „gar nichts“ gebracht habe. So ein Ausmaß habe sie nicht gewollt. „Ich wollte damit nichts erreichen, ich wollte nur ehrlich sein.“ Hubert war sich nach dem Gespräch sicher: „Eva ist kein böser Mensch. Sie wirkt nach außen tough, aber innerlich ist sie ein kleines Mädchen.“

Dass besonders Samira und Ariel weiterhin nicht gut auf sie zu sprechen sind und sie mit Argusaugen beobachten, zeigte die Unterstellung der beiden Camperinnen, Eva sei „extrem“ auf Flirtkurs bei Patrick. Diese versuchte dem nachdenklichen „Bauer sucht Frau“-Star gut zuzureden und ihn und seine Partnerin Annelie zu stärken. „Du bist ein ganz toller Partner, ein guter Kumpel, ihr passt perfekt zusammen. Mach dich nicht kleiner als du bist.“ Eine innige Umarmung folgte. „Sie weiß schon, dass sie wieder dasselbe macht“, lästerte Ariel abseits des Zwiegesprächs. „Sie flirtet den ganzen Tag mit einem vergebenen Typen. Sie weiß, dass seine Freundin als Begleitperson dabei ist.“ Die Camp-Rebellin wunderte sich „über mich selbst, dass ich das noch nie kommentiert habe. Seit drei Tagen habe ich das schon beobachtet.“

Eva brauche wieder einmal ein neues Thema, „sie ist sonst langweilig“, urteilte Ariel weiter. „Ohne Mann hat sie keine Story. Vielleicht hat sie das auch geplant. Ich habe das Gefühl, dass alles, was sie macht, geplant ist!“ Samira gab sich im Dschungeltelefon ebenfalls kratzbürstig und gab Eva mit auf den Weg: „Vielleicht mal aus der Vergangenheit lernen, dass man in der Zukunft nicht wieder sagen muss, dass einem etwas leidtut.“

Prüfung unter keinem guten Stern

Weiter ging es für Läster-Queen Ariel in ihre neunte Dschungelprüfung. Zur Seite stand ihr wieder einmal Gil. Natürlich hätte sie sich einen „besseren Teampartner gewünscht, aber ich kann es jetzt nicht ändern“, gab sie in Anwesenheit ihres Mitcampers an. Auf dem Weg zur Prüfung wurde es noch angespannter, denn Ariel konnte wieder einmal nicht an sich halten. „Für mich geht das nicht, dass man so etwas totschweigt, was Gil in der Vergangenheit gemacht hat. Die ganze Gruppe macht das.“ Gil gab sich entnervt: „Bist du fertig mit deinem Monolog?“

Ariel führte aus: „Du sagst ja nichts, also muss ich was sagen. Ich glaube dir nicht, du bist ein Lügner. Du hast es doch selbst zugegeben, dass es gelogen war!“ Gil ließ das nicht unkommentiert: „Was habe ich zugegeben? Ich habe weder eine Aussage beim Prozess gemacht, noch habe ich während des Prozesses ein Interview gegeben. Alles, was ich gemacht habe, war, drei Sätze zu verlesen – und dann war die Sache vorbei.“ Er habe sich sehr damit auseinandergesetzt, was er gemacht habe. „Können wir diese Shitshow aufhören? Du bist wie ein Terrier, der nicht loslässt, aggressiv und voller Wut“, ließ er seine Mitstreiterin wissen. Von Ariel auf den Hotelmitarbeiter angesprochen, sagte er: „Hast du mal darüber nachgedacht, dass er vielleicht auch nicht möchte, dass man darüber spricht?“

Der „Killer-Chihuahua“ und traurige Tränen

Trotz der Auseinandersetzung traten die beiden zur Dschungelprüfung „MurwillumBAH Videocenter“ an. Dabei mussten sie in Anwesenheit von einigen Krabbeltieren verschiedene Bilderrätsel zu Filmen und TV-Formaten erraten. Nur fünf Sterne statt der möglichen zwölf standen am Ende auf ihrem Konto.

Gil legte nach der Prüfung nach. Der „Killer-Chihuahua“ habe mal wieder losgelegt, „beschimpft Gott und die Welt“, teilte er gegen Ariel aus. Sie werde nicht nachlassen, ihn bei guter Gelegenheit mit dem Skandal zu konfrontieren, machte Ariel deutlich. „Sei froh, dass du mit so einer fetten Gage hier sitzt.“ Angesichts ihrer Reality-Persönlichkeit liefere Ariel eben ab, weiß Hardy, der sich von der „One-Girl-Show“ genervt zeigte. „Sie bietet Content, das ist die Reality-Welt. Das ist für mich ein ganz neues Universum, da bin ich raus.“ Wenn er noch einmal jung wäre, würde er „auf keinen Fall“ Reality machen.

Doch Ariel war nicht nur auf Krawall aus, sie zeigte sich auch von ihrer emotionalen Seite, als sie unter Tränen mit Mirja über ihren vor zwei Monaten verstorbenen Vater sprach. „Seine größte Angst war immer zu sterben. Er hat immer gesagt ‚Ich will nicht sterben, ich kann nicht‘. Irgendwann hat er gesagt: ‚Jetzt bin ich bereit dazu.'“ Er habe alle Liebsten zusammengerufen und sich verabschiedet. „Es waren alle da, auch meine Tochter.“ Am nächsten Tag habe er darum gebeten, allein zu sein. „Er hat gespürt, dass er stirbt. Das beschäftigt mich hier schon sehr.“ Mirja bestärkte Ariel, die Gefühle zuzulassen: „Das ist gut so, nur so kannst du das verarbeiten.“ Ariel sei trotz allen Gepolters „ein ganz tolles Mädchen im Herzen“, betonte Mirja nach dem rührenden Austausch.

Die vielen Facetten der Ariel scheinen auch bei den Zuschauern (noch) gut anzukommen. Denn sie musste das Camp nicht als Erste verlassen. Die Entscheidung fiel zwischen Stephen und Nicole, am Ende verabschiedete sich die ehemalige „Marienhof“-Darstellerin mit viel Vorfreude aufs Hotel. Am Samstag geht es zur Primetime mit Tag neun weiter.

(jom/spot)

Bild: Gil und Ariel gerieten erneut aneinander. / Quelle: RTL