Emma Heming-Willis (47) hat neue Einblicke in den Alltag ihres Ehemanns Bruce Willis (70) gegeben, der seit einigen Jahren an frontotemporaler Demenz erkrankt ist. Im Podcast „The Unexpected Journey“ enthüllte sie, dass der „Stirb Langsam“-Star sich seiner schweren Diagnose offenbar selbst gar nicht bewusst ist – ein Umstand, für den seine Ehefrau heute dankbar ist.

Laut Emma Heming-Willis ist dem Schauspieler nicht klar, dass er an FTD leidet. Sie erklärte, dass dies mit einer neurologischen Begleiterscheinung der Krankheit namens Anosognosie zusammenhänge. Dabei ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die eigenen Defizite oder die Erkrankung zu erkennen.

„Ich glaube, Betroffene denken, das sei ihre Normalität“, erklärte sie im Gespräch. „Bruce hat nie wirklich begriffen, was los ist. Er hat die Punkte nie zu einem Krankheitsbild verbunden. Darüber bin ich wirklich froh.“ Was für Außenstehende wie Verleugnung wirken mag, sei in Wahrheit ein Teil der neurologischen Veränderung, die ihm ironischerweise das Leid über das Wissen um den eigenen Verfall erspart.

Bruce Willis erkennt seine Familie noch

Oft wird Emma Heming-Willis gefragt, ob ihr Ehemann sie oder die Kinder noch erkenne. Ihre Antwort darauf ist ein klares Ja. Da er nicht an Alzheimer, sondern an FTD leidet, seien die Verbindungen zu seinen Liebsten weiterhin vorhanden, wenn auch in veränderter Form. „Er ist körperlich noch sehr präsent. Er hat eine Art, eine Verbindung zu unseren Kindern und mir aufzubauen, die vielleicht anders ist, als man es gewohnt ist, aber sie ist immer noch wunderschön und bedeutungsvoll.“

Die Krankheit äußere sich bei dem Schauspieler vor allem sprachlich, nicht aber im Verhalten oder motorischen Fähigkeiten. Obwohl die Sprache zunehmend schwindet, betont Heming-Willis, dass ihr Ehemann körperlich insgesamt in einer guten Verfassung sei. Die Familie habe gelernt, sich anzupassen und neue Wege der Kommunikation zu finden, die über das gesprochene Wort hinausgehen.

Langer Weg zur Diagnose

Die Familie hatte den Rückzug des Schauspielers aus der Öffentlichkeit im Jahr 2022 zunächst mit einer Aphasie-Diagnose begründet, einer Sprachstörung, die die Kommunikation beeinträchtigt. Im Februar 2023 folgte dann die Gewissheit, dass es sich um frontotemporale Demenz handelt.

Emma Heming-Willis erinnerte sich in dem Interview auch an die ersten Anzeichen. Der normalerweise sehr gesellige und redselige Schauspieler sei in sozialen Situationen plötzlich „still“ und „kühl“ geworden. Dieses untypische Verhalten sei für die Familie alarmierend und beängstigend gewesen, bevor die medizinische Ursache feststand.

(ncz/spot)

Bild: Bruce Willis und Emma Heming-Willis sind seit 2009 verheiratet. / Quelle: Anthony Behar/ddp/Sipa USA