Mit einem dreitägigen Event hat Apple seinen Kundinnen und Kunden einen regelrechten Produktreigen beschert. Im Mittelpunkt stehen ein neues iPhone-Modell, ein besonders preisgünstiger Mac-Einstieg, überarbeitete MacBook-Pro- und MacBook-Air-Varianten, eine neue Generation professioneller Apple-Chips sowie eine vollständig erneuerte Display-Familie. Das sind die Neuzugänge im Apple-Katalog.
iPhone 17e: Leistungsstarkes Update mit mehr Basisspeicher
Den Auftakt bildet das iPhone 17e als neue, günstigere Variante innerhalb der iPhone-17-Familie. Es verfügt über ein 6,1-Zoll-Super-Retina-XDR-Display und eine neue Ceramic Shield 2 Front, die laut Apple eine deutlich verbesserte Kratzfestigkeit bietet. Das Aluminiumgehäuse ist nach IP68 vor Wasser und Staub geschützt.
Angetrieben wird das Gerät vom neuen A19-Chip, ergänzt durch das erstmals eingesetzte C1X-Mobilfunkmodem aus eigener Entwicklung, das höhere Geschwindigkeiten ermöglichen soll. Das 48-Megapixel-Fusion-Kamerasystem integriert einen 2x-Tele-Zoom in optischer Qualität und unterstützt 4K-Video in Dolby Vision. Hinzu kommen MagSafe, Satellitenfunktionen wie Notruf SOS, Pannendienst, Nachrichten und „Wo ist?“ über Satellit sowie ein verdoppelter Basisspeicher von 256 Gigabyte. Der Einstiegspreis liegt bei 699 Euro.
MacBook Neo: Neuer, günstiger Einstieg in die Mac-Welt
Mit dem MacBook Neo führt Apple ein vollständig neues Einstiegsmodell ein. Das 13-Zoll-Notebook mit Liquid-Retina-Display arbeitet mit dem A18 Pro Chip und kommt in einem lüfterlosen Aluminiumgehäuse. Apple verspricht eine deutlich höhere Leistung bei Alltagsaufgaben und spürbare Vorteile bei KI-Workloads auf dem Gerät im Vergleich zu typischen PCs dieser Preisklasse.
Das MacBook Neo wiegt 1,23 Kilogramm, bietet bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit, eine 1080p-FaceTime-Kamera, zwei Mikrofone sowie seitlich abstrahlende Lautsprecher mit 3D-Audio. Zwei USB-C-Anschlüsse, WLAN 6E und Bluetooth 6 sorgen für Konnektivität. Mit einem Einstiegspreis von 699 Euro ist es der bislang günstigste Laptop im Apple-Portfolio.
M5 Pro und M5 Max: Neue Fusion-Architektur für anspruchsvolle Workflows
Für professionelle Anwender stellt Apple die neue Chipgeneration M5 Pro und M5 Max vor. Beide basieren auf einer neuen Fusion-Architektur mit bis zu 18 Rechenkernen, bestehend aus sechs sogenannten Super-Kernen und zwölf Performance-Kernen sowie einer GPU der nächsten Generation. Auf dieser sitzen außerdem „neuronale Beschleuniger“, die insbesondere die Performance bei KI-Anwendungen massiv anheben soll.
Der M5 Pro unterstützt bis zu 64 Gigabyte gemeinsamen Arbeitsspeicher mit bis zu 307 GB/s Bandbreite, der M5 Max bis zu 128 Gigabyte und 614 GB/s. Beide Chips sind auf rechenintensive Szenarien wie 3D-Rendering, Simulationen, Datenmodellierung oder KI-Modellentwicklung ausgelegt.
MacBook Pro: Mehr KI-Leistung, mehr Speicher, neue Funktechnik
Zum Einsatz kommen die neuen Chips im aktualisierten MacBook Pro in 14- und 16-Zoll-Varianten. Apple spricht von einer bis zu vierfach höheren KI-Leistung gegenüber der vorherigen Generation und erheblichen Zugewinnen im Vergleich zu M1-Modellen. Die SSD-Geschwindigkeiten sollen sich verdoppelt haben und erreichen bis zu 14,5 GB/s. Standardmäßig startet das MacBook Pro mit M5 Pro nun mit einem Terabyte Speicher, beim M5 Max sind es zwei Terabyte.
Neu ist zudem der von Apple entwickelte N1-Funkchip, der WLAN 7 und Bluetooth 6 ermöglicht und die drahtlose Konnektivität verbessern soll. Ergänzt wird das Paket durch ein Liquid-Retina-XDR-Display mit bis zu 1.600 Nits HDR-Spitzenhelligkeit, optionalem Nanotexturglas, einer 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera, Studio-Mikrofonen und einem 6-Lautsprecher-System. Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 24 Stunden an.
MacBook Air mit M5: Mehr Basisspeicher und höhere Bandbreite
Auch das MacBook Air erhält ein Upgrade auf den M5-Chip. Die 13- und 15-Zoll-Modelle starten nun mit 512 Gigabyte Speicher und lassen sich auf bis zu vier Terabyte konfigurieren. Der M5 integriert eine 10-Kern-CPU und eine GPU mit neuronalen Beschleunigern und bietet eine höhere Speicherbandbreite als die Vorgängergeneration.
Neben verbesserter KI- und Grafikleistung bietet das MacBook Air ein Liquid-Retina-Display mit 500 Nits Helligkeit, eine 12-Megapixel-Kamera mit Center Stage, bis zu 18 Stunden Akkulaufzeit sowie zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse mit Unterstützung für externe Displays. In der M5-Version kostet es in 13 Zoll 1.199 Euro und als 15-Zoll-Gerät 1.499 Euro.
Neue Studio-Displays mit Thunderbolt 5 und Mini-LED-Technologie
Parallel zur Mac-Offensive erneuert Apple auch seine Monitorpalette. Das überarbeitete Studio Display verfügt über ein 27-Zoll-5K-Retina-Panel mit 600 Nits Helligkeit, P3-Farbraum, integrierter 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera, drei Studio-Mikrofonen und einem 6-Lautsprecher-System mit 3D-Audio. Erstmals ist Thunderbolt 5 integriert, wodurch sich mehrere Displays in Reihe schalten und Hochleistungszubehör anbinden lassen. Der Kostenpunkt für das Display liegt bei 1.699 Euro.
Darüber hinaus führt Apple mit dem Studio Display XDR ein neues Referenzmodell ein, das das bisherige Pro Display XDR ersetzt. Das 27-Zoll-5K-Retina-XDR-Panel nutzt Mini-LED-Technologie mit 2.304 lokalen Dimmzonen, erreicht bis zu 2.000 Nits HDR-Spitzenhelligkeit und bietet ein Kontrastverhältnis von 1.000.000:1. Unterstützt werden neben P3 auch Adobe RGB sowie eine Bildwiederholrate von 120 Hertz mit Adaptive Sync. Thunderbolt 5, Hub-Funktionalität und ein neigungs- sowie höhenverstellbarer Standfuß unterstreichen den professionellen Anspruch ebenso wie der Preis von 3.499 Euro.
(elm/spot)
Bild: Apple hat viele neue Produkte vorgestellt, unter anderem das MacBook Neo. / Quelle: Apple