Eine Online-Petition will Hape Kerkeling (61) zum Staatsoberhaupt machen, nun ist allerdings CSU-Politikerin Ilse Aigner (61) laut Medienberichten die aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70). Kerkeling hat auf diese Entwicklung auf Instagram reagiert.

https://www.instagram.com/p/Dfc3kljAnjo/?hl=de

Dort teilte er einen Beitrag, in dem er sich bei seinen Unterstützern bedankt: „Weit über 165.000 Menschen haben bei WeAct unterschrieben, weil sie mich im Bundespräsidialamt sehen wollten. Ich lese eure Kommentare und ganz ehrlich, das macht mich demütig“, so der Entertainer. „Ihr wünscht euch jemanden von außen, der kein Berufspolitiker ist, sondern Klartext spricht, ohne dabei laut zu werden. Dass ihr mir dieses Vertrauen schenkt, das berührt mich.“

Hape Kerkeling sagt zudem: „Das Vertrauen in unsere Demokratie wackelt derzeit gewaltig. Ihr wisst, dass ich mich vor kurzem im Thüringer Landtag deutlich positioniert habe. Und der Gegenwind im Netz war danach heftig.“ Die Unterstützung seiner Fans und Anhänger zeige ihm aber: „Ich bin nicht allein. Wir sind nicht allein.“ Zusammenhalt und Zuversicht brauche das Land jetzt, so der 61-Jährige.

Kerkeling wünscht Ilse Aigner „von Herzen nur das Beste“

Der Weg ins – „übrigens dringend renovierungsbedürftige Schloss Bellevue“ – führe über den politischen Betrieb, erklärt Kerkeling: „Die Union hat sich intern offenbar bereits auf eine erfahrene Kandidatin festgelegt. Das ist der demokratische Prozess und den respektiere ich vollkommen.“ Er wünsche Ilse Aigner „von Herzen nur das Beste für diese wundervolle Aufgabe“. Abschließend wendet sich der Komiker und Autor noch einmal mit einer Botschaft an die Menschen: „Wichtig ist, dass wir laut bleiben für unsere Werte. Ihr habt mir bewiesen, wie viel Kraft in unserer Zivilgesellschaft steckt. Hört bitte niemals auf, euch einzumischen. Ihr seid großartig. Danke für euren Mut.“

Im Oktober hatte sich Kerkeling auch schon im „Spiegel“ über die Petition geäußert. „Das hat mich gerührt, und ich nehme es so ernst, wie es gemeint ist“, sagte er über die Initiative. Er habe nicht unterbinden wollen, dass jemand mit der Idee an die Öffentlichkeit geht, eine queere Person solle Staatsoberhaupt werden. Zum Erfolg werde das sicherlich nicht führen. Die Debatten, die daraus entstehen, täten einer freien Gesellschaft aber gut. Absurd finde er die Petition deshalb nicht.

(hub/spot)

Bild: Hape Kerkeling: Viele Menschen hätten ihn gerne als Bundespräsidenten gesehen. / Quelle: Actionpress/Kammerer, Bernd