Prinz Harry (42) und weitere prominente Persönlichkeiten, die einen Prozess gegen den Verlag der Zeitungen „Daily Mail“ und „Mail on Sunday“ verloren haben, wollen gegen das Urteil des High Court vorgehen. Das berichtet die BBC.

Zu der Gruppe gehören neben dem Herzog von Sussex unter anderem der Sänger Sir Elton John (79) und die Schauspielerin Elizabeth Hurley (61). Ihnen droht, gemeinsam für die Prozesskosten in Höhe von bis zu 34,5 Millionen Pfund (rund 41 Millionen Euro) aufkommen zu müssen. Das Gericht hatte im Juli entschieden, dass es ihnen nicht gelungen sei, ihre Vorwürfe einer rechtswidrigen Informationsbeschaffung zu beweisen.

Prozess ging über elf Wochen

Der Verlag Associated Newspapers Limited hatte die Anschuldigungen entschieden zurückgewiesen. Der Prozess in London hatte elf Wochen gedauert. Anschließend wies das Gericht sämtliche Klagevorwürfe zurück. Ein Sprecher des Verlags bezeichnete das Urteil damals als „überwältigenden Sieg für die Daily Mail und ihre Journalisten“.

Prinz Harry hatte während des Zivilprozesses persönlich ausgesagt. Er argumentierte, die Informationen, die in 14 Artikeln über ihn veröffentlicht worden seien, belegten eindeutig, dass Journalisten seine Telefongespräche abgehört hätten. Der Richter kam jedoch zu dem Schluss, dass ihm der Nachweis dafür nicht gelungen sei.

Nun erklärte ein gemeinsamer Sprecher von Prinz Harry, Elizabeth Hurley, Sir Elton John, dessen Ehemann David Furnish (64), der Schauspielerin Sadie Frost (61) und der politischen Aktivistin Baroness Lawrence (74) laut BBC, dass die Kläger Anträge auf Zulassung einer Berufung eingereicht hätten.

Die geplante Berufung richte sich sowohl gegen die Abweisung ihrer Klagen als auch gegen eine spätere Entscheidung zu den Prozesskosten, die eine umfassende Kostenerstattung vorsieht.

Kläger sollen bis zu 34,5 Millionen Pfund zahlen

Im August, einen Monat nach seinem Urteil, hatte Richter Nicklin entschieden, dass es sich um einen außergewöhnlichen Fall handle, in dem die Kläger deutlich höhere Kosten übernehmen müssten als ursprünglich vor Prozessbeginn vereinbart.

In einem Zivilverfahren wie diesem gilt in England dem Bericht zufolge grundsätzlich, dass die unterlegene Partei die angemessenen Anwalts- und Gerichtskosten der Gegenseite erstatten muss. Darüber hinaus muss sie auch ihre eigenen Prozesskosten tragen.

(hub/spot)

Bild: Prinz Harry will eine Gerichtsentscheidung nicht akzeptieren. / Quelle: imago/Cover-Images/Katie Godowski/MediaPunch/INSTARimages