Papst Leo XIV. (71) wird in der kommenden Woche nach Lateinamerika reisen. Das hat der Vatikan bestätigt, nachdem das Oberhaupt der katholischen Kirche sich vor zwei Wochen einem operativen Eingriff unterziehen musste. Ein anderer Termin war kürzlich aus Genesungsgründen noch abgesagt worden.
Leo XIV. war Mitte Oktober operiert worden. In der römischen Gemelli-Klinik war dem 71-Jährigen von Chirurgen der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden. Bei einer Gewebeuntersuchung wurde ein Adenokarzinom festgestellt.
„Wie bereits berichtet, verlief die Operation erfolgreich und ohne Komplikationen“, teilt das Presseamt des Heiligen Stuhls laut „Vatican News“ jetzt mit. Anschließende Untersuchungen hätten bestätigt, „dass die Erkrankung lokal begrenzt war und keine weiteren onkologischen Behandlungen erforderlich sind“.
Papst Leo XIV. kehrt nach Peru zurück
Der Genesungsprozess verlaufe positiv und der Papst könne laut Presseamt eine für den 6. bis 17. November 2026 geplante Reise nach Lateinamerika wahrnehmen, heißt es. Es seien „keine Kontraindikationen erkennbar, die eine planmäßige Durchführung der bevorstehenden Apostolischen Reise nach Lateinamerika verhindern würden“.
Einen Besuch Leos in Assisi am 27. Oktober hatte der Vatikan kürzlich noch abgesagt und dies damit begründet, dass dadurch die Genesung des Papstes unterstützt werden soll. Papst Leo XIV. befolge gewissenhaft die Empfehlungen der Ärzte, wird nun mitgeteilt. Die geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru werde laut Vatikan „gemäß dem zuvor veröffentlichten Programm stattfinden“.
Für Leo ist es eine Rückkehr. Er verbrachte viele Jahre seines Lebens in Peru und war dort vor seinem Pontifikat etwa auch Bischof. Er sehe der Reise „mit großer Freude und Begeisterung“ entgegen, heißt es vom Heiligen Stuhl. „Ich freue mich, auf den Kontinent zurückkehren zu können, auf dem ich so viele Momente meines Lebens verbracht habe“, wird der Papst zitiert.
(wue/spot)
Bild: Papst Leo, hier im Rahmen einer Frankreichreise, kehrt im November nach Lateinamerika zurück. / Quelle: imago/Independent Photo Agency Int./ ALESSIA GIULIANI/Catholic Press Photo