Patrick Swayze (1952-2009) wird in der geplanten Fortsetzung von „Dirty Dancing“ nicht als digitale Kopie auftauchen. Das hat Produzentin Nina Jacobson während einer Podiumsdiskussion auf dem „IndieWire Future of Filmmaking 2026 Summit“ klargestellt. „Und keine Sorge, wir werden ihn nicht mit KI zurückbringen“, sagte sie.
Dennoch soll die Fortsetzung den Schauspieler ehren. „Das ist einer der Punkte, auf die man sich wirklich konzentrieren muss: Wie man die Menschen in einem Film um ihn trauern lässt“, erklärte Jacobson. Swayze, der im Kult-Original den Tanzlehrer Johnny Castle spielte, starb 2009 im Alter von 57 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Baby kehrt zurück
Seine Filmpartnerin von damals ist dagegen wieder an Bord. Jennifer Grey (66) schlüpft erneut in die Rolle der Frances „Baby“ Houseman, die ihr einst eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte. Ihr Comeback stand bereits seit der ersten Ankündigung des Projekts auf der CinemaCon 2022 in Las Vegas fest. Diesmal wirkt sie zusätzlich als ausführende Produzentin mit. An ihrer Seite steht eine Riege junger Nachwuchsschauspieler, worum es genau geht, hält das Team noch unter Verschluss.
„Die Rolle der Baby hat einen sehr tiefen und bedeutungsvollen Platz in meinem Herzen eingenommen, so wie bei vielen Fans über die Jahre“, hatte Grey im Januar in einem Statement erklärt. In der „Drew Barrymore Show“ verriet sie sogar einen Wunschkandidaten für den Cast: Harry Styles. Außerdem versprach sie, der Film werde „Tanzen“, „Musik“ und „Sex“ bieten.
Hollywood-Schwergewichte hinter der Kamera
Für das Studio Lionsgate produzieren Jacobson und Brad Simpson, die bereits „Die Tribute von Panem“ und „Crazy Rich Asians“ verantworteten. Das Drehbuch schreibt Kim Rosenstock („Dying for Sex“), die schon für Emmy und Golden Globe nominiert war. Im Januar hatte Lionsgate angekündigt, noch in diesem Jahr mit den Dreharbeiten beginnen zu wollen, wie damals „Entertainment Weekly“ berichtete. Ein Kinostart steht noch nicht fest.
Auf dem Podium sprach Jacobson auch über den Film von 1987. Für ein großes Hollywood-Liebesdrama war er mutig, schließlich ging es darin auch um Abtreibung. „Ich erinnere mich, als ich es zum ersten Mal sah, wirkte es wie Hochglanzunterhaltung. Jetzt fühlt es sich eher wie ein Indie-Film an“, sagte die Produzentin. Genau dieses Gefühl wolle das Team wiederbeleben.
Kein Versuch, die Magie zu kopieren
Im Original verbringt die naive Baby den Sommer mit ihrer Familie in einem Resort in den Catskills und verliebt sich dort in Johnny Castle. Der Film wurde auf Anhieb zum Kulturphänomen, getragen von der Chemie zwischen Grey und Swayze und einem Bestseller-Soundtrack. „(I’ve Had) The Time of My Life“ gewann sogar den Oscar als bester Filmsong.
Dass sich die Leinwandmagie mit Swayze nicht wiederholen lässt, weiß Grey nur zu gut. Schon 2020 sagte sie „People“, man könne niemanden ersetzen, der gestorben ist. „Man versucht nie, etwas so Magisches zu wiederholen. Man macht einfach etwas anderes.“
(ae/spot)
Bild: Unvergessen: Jennifer Grey und Patrick Swayze in einer Filmszene des Kult-Films „Dirty Dancing“. / Quelle: imago/Everett Collection