Im Herbst kommen wieder Kürbis, Kohl und Wurzelgemüse auf den Speiseplan. Der Oktober bietet eine große Auswahl an heimischen Gemüsesorten, die sich bestens in wärmenden Suppen, Ofengerichten oder herbstlichen Salaten machen. Wer saisonal einkauft, kann zudem von einem größeren regionalen Angebot profitieren. Diese sieben Gemüsesorten schmecken jetzt besonders gut.
Kürbis
Wenn ein Gemüse für den Herbst steht, dann ist es der Kürbis in all seinen Varianten. Besonders beliebt ist der Hokkaido, dessen Schale beim Kochen weich wird und deshalb mitverzehrt werden kann. Auch Butternut-Kürbisse sind beliebt, ihr Fruchtfleisch schmeckt leicht süßlich.
Kürbisse sind besonders vielseitig: Sie machen sich gut in cremigen Suppen, als Ofengemüse, in Aufstrichen oder auch als Füllung für Ravioli. Besonders gut ist die Kombination mit Zimt, Muskatnuss, Chili oder Curry. Die Kürbiskerne lassen sich im Ofen rösten und werden so zu einem leckeren Snack für zwischendurch.
Rosenkohl
Von vielen Kindern verschmäht, doch wirklich schmackhaft ist Rosenkohl. Die kleinen grünen Röschen gehören zu den typischen Wintergemüsen, die bereits im Herbst Saison haben. Sie enthalten unter anderem Vitamin C und Ballaststoffe. Ihr leicht herber Geschmack kommt besonders gut zur Geltung, wenn sie im Ofen geröstet oder in der Pfanne angebraten werden.
Am besten in Gemüsebrühe vorkochen, halbieren, mit etwas Öl vermischen und im Ofen backen, bis sie außen leicht gebräunt sind. Besonders gut schmeckt Rosenkohl in Kombination mit Senfdressings oder cremigem Balsamico. Auch Kartoffeln sind eine klassische Kombination.
Rote Bete
Mit ihrer knalligen Farbe bringt Rote Bete Abwechslung in die Herbstküche. Die Knolle wird im Herbst geerntet und lässt sich roh und gegart verwenden. Ihr erdiger, süßlicher Geschmack harmoniert besonders gut mit säuerlichen Zutaten – etwa Apfel oder Essig.
Roh schmeckt Rote Bete gut in Salaten, gegart als Ofengemüse, in einer Suppe oder zur Sauce püriert mit Pasta. Besonders gut ist die Kombination mit Feta und Walnüssen. Wer Rote Bete verarbeitet, sollte vorsichtig sein: Ihr Farbstoff kann Hände und Kleidung stark verfärben.
Grünkohl
Grünkohl ist vor allem als Wintergericht bekannt, hat aber bereits im Herbst Saison. Das Blattgemüse liefert unter anderem Vitamin C, Vitamin K und Ballaststoffe. Und der Kohl kann mehr als deftige Hausmannskost: Grünkohl schmeckt auch in moderneren Varianten.
Neben traditionellen Eintöpfen schmeckt Grünkohl gut in Pasta-Gerichten, Risotto oder Gemüsepfannen. Fein geschnittene Blätter lassen sich außerdem mit Öl und Gewürzen im Ofen knusprig zu Chips verarbeiten. Wer den Kohl roh verwenden möchte, kann die Blätter für einen Salat gründlich waschen und mit einem Öl-Dressing etwas weicher massieren – gut ist die Kombination mit Apfel, Feta, Orangenfilets, Cranberrys oder Karotten.
Pastinaken
Pastinaken erinnern optisch an helle Karotten, schmecken aber milder und leicht nussig. Sie enthalten Ballaststoffe und lassen sich ähnlich wie Kartoffeln oder Möhren zubereiten.
Für ein einfaches Ofengericht werden Pastinaken geschält, in Stifte geschnitten und mit Öl, Salz und Kräutern gebacken. Auch als cremiges Püree oder in einer Gemüsesuppe machen sie sich gut. Zusammen mit Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln entsteht ein unkompliziertes Blechgericht.
Wirsing
Wirsing ist an seinen gekräuselten Blättern zu erkennen und gehört zu den Kohlsorten, die im Herbst besonders gut in die Küche passen. Er liefert unter anderem Vitamin C und Folsäure. Im Vergleich zu manchen anderen Kohlsorten sind seine Blätter relativ zart und lassen sich vielseitig verwenden.
Klassisch wird Wirsing gedünstet oder als Gemüsebeilage serviert. Er schmeckt aber auch in Aufläufen, Suppen oder einer cremigen Pasta. Für eine schnelle Mahlzeit können die fein geschnittenen Blätter mit Zwiebeln angebraten und anschließend mit etwas Gemüsebrühe und Sahne oder einer pflanzlichen Alternative gegart werden.
Lauch
Lauch, auch Porree genannt, ist ein typisches Gemüse für die Herbst- und Winterküche. Sein mild-würziger Geschmack passt zu Suppen, Eintöpfen, Quiches und Aufläufen. Auch in einer Gemüsepfanne oder als Beilage zu Kartoffeln lässt er sich unkompliziert zubereiten.
Vor der Zubereitung sollte Lauch gründlich gewaschen werden, da sich zwischen den Blattschichten Erde sammeln kann. Anschließend wird er in Ringe geschnitten und je nach Gericht gedünstet, gebraten oder gekocht. Besonders gut harmoniert er mit Kartoffeln, Möhren und Sellerie.
Warum lohnt es sich, saisonal einzukaufen?
Wer Gemüse aus heimischer Erzeugung kauft, wenn es gerade Saison hat, kann häufig von einem größeren Angebot und günstigeren Preisen profitieren. Zudem sind die Transportwege bei regionaler Ware oft kürzer. Wie nachhaltig ein Produkt tatsächlich ist, hängt allerdings auch von Anbauweise, Lagerung und Herkunft ab.
Welche Sorten gerade Saison haben, lässt sich im Saisonkalender der Verbraucherzentrale oder des Bundeszentrums für Ernährung nachschlagen. Beim Einkauf hilft außerdem ein Blick auf das Herkunftsland: Denn nicht jedes Gemüse, das im Supermarkt liegt, stammt auch aus Deutschland.
(ncz/spot)
Bild: Im Herbst locken Kürbis, Wirsing und Rosenkohl in die Küche. / Quelle: margouillatphotos/iStock via Getty Images