Regisseur Michael Bay und Universal Pictures entwickeln gemeinsam einen Spielfilm, der die wahre Geschichte hinter der Rettung zweier US-Piloten aus dem Iran erzählen soll. Das berichtet das Branchenblatt „Deadline“. Die beiden Flieger waren an Bord eines F-15E Strike Eagle unterwegs, als ihr Jet während der sogenannten Operation Epic Fury abgeschossen wurde.

Anfang April – rund einen Monat nach Beginn der Operation – startete das US-Militär eine groß angelegte Rettungsaktion in den Zagros-Bergen des Iran. Die Extraktion gelang: Sowohl der Pilot als auch der Waffensystemoffizier wurden lebend aus feindlich kontrolliertem Gebiet herausgeholt. Die Mission schlug international Wellen und landete offenbar auf Bays Schreibtisch, als er nach seinem nächsten Projekt suchte. Ein Starttermin für den noch titellosen Film wurde bislang nicht bekanntgegeben.

Buchvorlage von Mitchell Zuckoff

Die Grundlage für das Drehbuch soll ein Sachbuch des Journalisten und Boston-University-Professors Mitchell Zuckoff liefern, das HarperCollins für 2027 angekündigt hat. Zuckoff ist in der Branche kein Unbekannter: 2014 verfasste er gemeinsam mit überlebenden Mitgliedern des Sicherheitsteams das Buch „13 Hours: The Inside Account of What Really Happened in Benghazi“ – die Vorlage für Bays gleichnamigen Film über den Angriff auf das US-Konsulat in Libyen im Jahr 2012.

Dass Universal den Zuschlag bekommt, war dabei kaum eine Überraschung: Bay hat dort einen laufenden Produktionsvertrag, zuletzt drehte er für das Studio den Actionfilm „Ambulance“ mit Jake Gyllenhaal, Yahya Abdul-Mateen II und Eiza González.

Bays 30-jährige Partnerschaft mit dem US-Militär

Bay selbst äußerte sich gegenüber „Deadline“ mit deutlichen Worten zum Projekt: „Ich hatte über meine 30-jährige Karriere hinweg eine außergewöhnliche Partnerschaft mit dem Verteidigungsministerium und unglaublichen Mitgliedern des US-Militärs. Es gehe darum, mit diesem Film den wahren Heldenmut und den unerschütterlichen Einsatz der Soldaten zu feiern.

Für Bay ist der Stoff gewissermaßen ein Heimspiel: Seit knapp drei Jahrzehnten pflegt der Regisseur enge Beziehungen zum US-Militär. Filme wie „Armageddon“, „Pearl Harbor“ und die „Transformers“-Reihe entstanden stets mit logistischer Unterstützung, Ausrüstung und Personal des Militärs. Insgesamt haben von Bay inszenierte oder produzierte Filme weltweit zehn Milliarden US-Dollar an den Kinokassen eingespielt.

(des/spot)

Bild: Das neue Filmprojekt von Michael Bay steht fest. / Quelle: imago images/AFLO