Nach 31 Jahren ist dieses Jahr Schluss: Am 31. Mai startet „Immer wieder sonntags“ im Ersten in seine letzte Saison. Der SWR hat gemeinsam mit der ARD entschieden, das traditionsreiche Schlagerformat nach 2026 aus finanziellen und strategischen Gründen einzustellen. Für Moderator Stefan Mross (50) geht es nun also in die letzte Runde.
13 Live-Sendungen, darunter eine Extra-Ausgabe, sind ab Ende Mai sonntags um 10 Uhr geplant – alle produziert im Europa-Park Erlebnis-Resort im badischen Rust. Den Schlusspunkt setzt am 6. September eine große Final-Show. Eine Woche später folgt am 13. September ein Best-of mit den Höhepunkten der Staffel.
Über 130 Künstlerinnen und Künstler sind für die diesjährigen Ausgaben laut Sender angekündigt. Den Auftakt machen am 31. Mai unter anderem Beatrice Egli, Andy Borg, Linda Hesse, Michael Holm, Ramon Roselly, Alexandra Hofmann, die Nockis, Ronja Forcher – sowie Willly Pichay, der Gewinner der Sommerhitparade 2025. Es folgen weitere prominente Namen wie Vanessa Mai, Ross Antony, die Kastelruther Spatzen, voXXclub, die Amigos, Stefanie Hertel, Ella Endlich, Eloy de Jong, Olaf der Flipper oder die Höhner.
Sommerhitparade, rotes Mikrofon und Starküche
Neben dem Staraufgebot kehren bewährte Rubriken zurück. 13 Kandidatinnen und Kandidaten nehmen an der Sommerhitparade teil; in jeder Sendung treten zwei von ihnen gegeneinander an, das Fernsehpublikum entscheidet per Televoting. Nachwuchstalente im Kindesalter bekommen am „roten Mikrofon“ ihre eigene Bühne – seit Jahren ein Herzstück des Formats. Maskottchen Holzwurm Willi ist selbstverständlich ebenfalls wieder mit dabei.
Ronja Forcher, Sängerin und Schauspielerin, übernimmt erneut die Rolle der Reporterin: Sie besucht Menschen, die Außergewöhnliches geleistet und ein Dankeschön verdient haben. Mross selbst stellt sich in der Arena allerlei Herausforderungen und hält für sein Publikum Überraschungen bereit – darunter ein sogenanntes Song-Dating.
Einige Prominente stehen zudem in der „Starküche“ am Herd: Unter dem Motto „Gerichte mit Geschichte“ bereiten sie vor Publikum Speisen zu, die für sie eine persönliche Bedeutung haben.
Stefan Mross über das Show-Aus: „Das ist nicht fair“
Für Stefan Mross ist das Saisonfinale mehr als der Abschluss eines TV-Jobs. 22 Jahre lang hat er die Show geprägt und von ihrem Ende erfuhr er ausgerechnet bei einer Vorbesprechung. Der Zeitschrift „Freizeit Revue“ (Ausgabe 21/26) sagte er: „Ich war schockiert. Damit hatten meine Freundin Eva und ich nicht gerechnet. Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair.“ SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler (53) nannte die Entscheidung laut Pressemitteilung eine „schmerzhafte“, die dem Sender angesichts des großen Erfolgs „nicht leichtfällt“ – die wirtschaftliche Lage lasse jedoch keine andere Wahl.
(dr/spot)
Bild: Stefan Mross geht in seine letzte „Immer wieder sonntags“-Runde. / Quelle: SWR/Wolfgang Breiteneicher