Sonst sind sie auf Diplomatie und Etikette geeicht, doch am Mittwoch ließen Fürstin Charlène (48) und Fürst Albert II. von Monaco (68) die royale Zurückhaltung für einen Moment hinter sich. Bei der feierlichen Eröffnung des umfassend renovierten Tierheims S.P.A. et Abri de Monaco im französischen Peille verteilte das Fürstenpaar Streicheleinheiten an Hunde und Katzen – und ließ sich dabei reichlich Zeit.

Wie der monegassische Palast auch auf Instagram dokumentierte, kraulte Albert mehrere Vierbeiner ausgiebig, während Charlène kleine Katzen auf den Arm nahm, an sich drückte und mit Küsschen verwöhnte. Auch beim Spielen mit den Hunden zeigten sich beide sichtlich entspannt, ließen sich sogar anspringen und Pfötchen geben.

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Für den tierischen Termin trug die Fürstin, die auch die Eröffnungsrede hielt, einen braunen Anzug über einer bis oben zugeknöpften weißen Bluse, dazu kombinierte sie nudefarbene Pumps. Ihr Ehemann trug fast die gleiche Hose, obenrum allerdings ein blaues Hemd und dunkles Sakko mit Krawatte.

Charlène trieb die Renovierung voran

Begleitet wurde das Paar von Prinzessin Stéphanie, deren Tochter Camille Gottlieb, Alberts Nichte Mélanie-Antoinette de Massy sowie Gareth Wittstock, dem Bruder der Fürstin. Gemeinsam besichtigten sie die neue Anlage, die auf einem 2.340 Quadratmeter großen Gelände in einem Schutzgebiet liegt. Nach Angaben der Stelios Philanthropic Foundation finden dort künftig bis zu 40 Hunde und rund 50 Katzen Platz, einige davon in eigens eingerichteten Quarantänebereichen.

Die umfassende Modernisierung geht maßgeblich auf Charlène zurück, die seit September 2022 als Präsidentin des Tierheims fungiert. Realisiert wurde das Projekt mit Unterstützung der fürstlichen Regierung, des Nationalrats und privater Spender. Zu den Neuerungen zählen ein ausfahrbares Sonnendach über den Hundezwingern, begrünte Innenräume sowie drei Außenbereiche. Eine eigens eingerichtete „Katzen-Lounge“ soll die Sozialisierung der Vierbeiner erleichtern.

Doch das Tierheim soll mehr sein als eine reine Auffangstation: Der Palast kündigte an, die Einrichtung künftig zu einem offenen Begegnungsort weiterzuentwickeln – für Besucher, Ehrenamtliche und potenzielle Adoptiveltern. Programme für Senioren und Jugendliche sollen die Arbeit ergänzen.

Hommage an Fürstin Antoinette

Charlène und Albert enthüllten zudem eine Büste zu Ehren von Fürstin Antoinette von Monaco (1920-2011), der Gründerin des Vereins. In ihrer Rede würdigte Charlène die Pionierin, wie es auf Instagram heißt: „Während der Renovierungsarbeiten dieser Aufnahmestätte richteten sich meine Gedanken ganz natürlich auf eine herausragende Persönlichkeit unserer Familie, die Gründerin dieses Vereins, Fürstin Antoinette, Baronin de Massy, die allen für ihre tiefe Verbundenheit und ihre vorbildliche Hingabe an den Tierschutz bekannt war.“

Heute wolle sie deren Andenken ehren, so die Fürstin weiter. Mit ihr setzt sich eine Tradition fort, die das Fürstenhaus seit Jahrzehnten mit dem Tierschutz verbindet.

(eyn/spot)

Bild: Fürstin Charlène und Fürst Albert ließen sich bei der Eröffnung des Tierheims zum Hundekraulen hinreißen. / Quelle: ddp/Crystal Pictures