Nach seiner Festnahme am vergangenen Sonntag bestand die Möglichkeit, dass der Strafprozess gegen Marius Borg Høiby (29) verschoben werden könnte. Inzwischen soll norwegischen Medien zufolge aber feststehen, dass der Gerichtsprozess wie geplant am 3. Februar starten wird. Eine im Zuge der Festnahme beantragte Untersuchungshaft von vier Wochen sei vom zuständigen Richter bereits bestätigt worden. Bei einer potenziellen Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung wäre der Prozessauftakt derweil wohl verschoben worden.

Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) werde sich folglich bis zum 2. März in Gewahrsam befinden. Zur erneuten Festnahme am Sonntag sei es laut der Polizei „wegen Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Besuchsverbot“ gekommen.

Schon 38 Anklagepunkte

Der 29-Jährige war erstmals im August 2024 in Oslo festgenommen worden. Laut Ermittlern soll er seine damalige Freundin in ihrer Wohnung unter Alkohol- und Kokain­einfluss körperlich angegriffen und zudem Sachbeschädigungen begangen haben. Inzwischen umfasst die Anklage der Staatsanwaltschaft in Oslo insgesamt 38 Punkte, darunter Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Oslo soll am 3. Februar beginnen und voraussichtlich bis zum 14. März dauern.

Im Sommer 2024 hatte Høiby dann eingeräumt, unter Alkohol- und Kokaineinfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein. Die Vorwürfe zu den Sexualdelikten bestreitet er bislang hingegen entschieden.

Marius Borg Høiby stammt aus einer Beziehung Mette-Marits vor ihrer Ehe mit Haakon von Norwegen. Im Vorfeld des Prozesses hatten die beiden mitgeteilt, während der Verhandlungen nicht im Gerichtssaal anwesend zu sein. Das Königshaus wird das laufende Verfahren während der gesamten Dauer des Prozesses nicht weiter kommentieren.

(stk/spot)

Bild: Marius Borg Høiby sieht sich mit schwerwiegenden und immer umfangreicheren Vorwürfen konfrontiert. / Quelle: ddp/STELLA/Marius Gulliksrud