Nicki Minaj (43) trat am Mittwoch in Washington D.C. gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump (79) auf die Bühne. Die in Trinidad und Tobago geborene Rapperin lässt schon seit geraumer Zeit keinen Zweifel an ihrer politischen Gesinnung und erklärte sich vor versammelter Presse nun zum „wahrscheinlich größten Fan des Präsidenten“.
Nicki Minaj wird durch Trump zur US-Bürgerin
Kurz nach ihrem gemeinsamen Auftritt beim „Trump Accounts Summit“ teilte Minaj auf der Plattform X mit, dass sie bald US-Bürgerin werde. Nachdem Kritiker spekuliert hatten, ob sie lediglich eine einfache Aufenthaltserlaubnis (Residency) besitze, stellte Minaj klar, dass sie bereits einen Schritt weiter ist.
Der Weg zur vollen US-Staatsbürgerschaft sei so gut wie abgeschlossen. „Finalisiere gerade die Unterlagen für die Staatsbürgerschaft, während wir sprechen – ganz nach dem Plan MEINES wundervollen, gnädigen und charmanten Präsidenten“, verkündete Minaj. Denn Trump habe ihr eine sogenannte „Trump Gold Card“ besorgt. Dabei handelt es sich um ein im Dezember 2025 eingeführtes Visum für wohlhabende Einwanderer. Sie bietet ein unbefristetes Aufenthaltsrecht und einen beschleunigten Weg zur US-Staatsbürgerschaft.
Besonders pikant: Während das „Gold Card“-Visum regulär eine Investition von 1 Million US-Dollar erfordert, gab Minaj triumphierend bekannt, dass sie die Karte kostenlos erhalten habe. Ein deutliches Zeichen für die enge Verbindung zwischen ihr und Donald Trump, der sie auf dem Podium zuvor als „größte und erfolgreichste Rapperin der Geschichte“ gewürdigt hatte.
Kontroverse inmitten von Protesten
Die Bilder ihres Treffens mit Trump gehen derweil vor allem mit Spott durchs Netz. Besonders ein Moment generierte in den sozialen Medien unzählige Memes: Während ein anderer Redner sprach, suchte Trump die Hand der Rapperin und hielt sie minutenlang fest.
Der Zeitpunkt des Auftritts könnte kaum brisanter sein. Während Minaj und Trump händchenhaltend auf dem Podium standen, kam es in anderen Teilen des Landes zu Protesten gegen die Einwanderungsbehörde ICE, nachdem Beamte in tödliche Schießereien mit US-Bürgern verwickelt waren.
Kritiker werfen der Regierung vor, ein Zwei-Klassen-System zu schaffen: Während wohlhabende Stars wie Minaj einen „Fast-Track“ zur Staatsbürgerschaft erhalten, herrscht für Tausende andere Migranten in den USA ein Klima der Angst.
(ncz/spot)
Bild: ‚Nicki Minaj trat am Mittwoch mit Donald Trump auf. / Quelle: ddp / WH / Polaris