Am heutigen Donnerstag hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die offiziellen Nominierungen für die Oscars 2026 bekannt gegeben. Der deutsche Beitrag „In die Sonne schauen“ (internationaler Titel: „The Sound of Falling“) von Mascha Schilinski hat den Sprung von der Shortlist unter die finalen fünf Nominierten in der Kategorie „Bester Internationaler Film“ dabei nicht geschafft.
Der Film, der von vier Frauen erzählt, die in verschiedenen Epochen auf einem Bauernhof in der Altmark mit Traumata und Sehnsüchten kämpfen, galt nach seiner Aufnahme in die 15 Titel umfassende Shortlist im Dezember als heißer Kandidat. Die Fachjury von German Films hatte das Werk im Sommer 2025 als deutschen Beitrag ausgewählt und dessen „seltene Dringlichkeit“ und „poetische Kraft“ gelobt. Doch in der finalen Abstimmungsrunde der Academy-Mitglieder reichte es nicht für einen Platz im Finale.
Damit kann Deutschland nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Zuletzt hatte 2023 Edward Bergers „Im Westen nichts Neues“ den Oscar nach Deutschland geholt; im vergangenen Jahr war Mohammad Rasoulofs „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ immerhin bis in die Endrunde gekommen.
Die Konkurrenz: Wer ist im Finale?
Stattdessen dominieren in diesem Jahr andere internationale Produktionen das Feld. Zu den fünf Nominierten in der Kategorie „International Feature Film“ gehören „Ein einfacher Unfall“ von Jafar Panahi aus Frankreich, „The Secret Agent“ von Kleber Mendonça Filho aus Brasilien, Joachim Triers „Sentimental Value“ aus Norwegen, „Sirât“ von Olivér Laxe aus Spanien und der tunesische Beitrag „The Voice of Hind Rajab“ von Kaouther Ben Hania.
Besonders das norwegische Drama „Sentimental Value“ und der brasilianische Beitrag „The Secret Agent“ gelten nach den heutigen Bekanntgaben als Favoriten, da sie auch in weiteren Hauptkategorien Nominierungen einheimsen konnten.
Insgesamt wird das Feld der Nominierten in diesem Jahr von US-amerikanischen Großproduktionen angeführt. Die meisten Nominierungen erhielt Ryan Cooglers „Sinners“ (16 Nominierungen), gefolgt von Paul Thomas Andersons Werk „One Battle After Another“ (13 Nominierungen).
Die Verleihung der 98. Academy Awards findet am 15. März 2026 in Los Angeles statt.
(ncz/spot)
Bild: Hanna Heckt als Alma in „In die Sonne schauen“. / Quelle: Neue Visionen Filmverleih