Für Sonya Kraus (52) schließt sich ein Kreis. Von 2004 bis 2012 gehörte die Moderatorin zum festen Inventar des „TV total Turmspringens“, dann wurde es still um sie am Beckenrand. Jetzt, mehr als ein Jahrzehnt später, kehrt sie zu dem Format zurück, das sie selbst als ihr persönliches Kultformat bezeichnet. Am Samstag, 10. Januar 2026, wird sie bei der Jubiläumsausgabe wieder die Teilnehmer vor und nach ihren Sprüngen interviewen.
„Das Turmspringen war immer mein liebstes ‚TV total‘-Event und ist Kult“, erklärte Kraus Anfang Dezember 2025 der „Bild“-Zeitung und kündigte mit gewohnt frecher Zunge an: Zum Jubiläum der Show aktiviere sie „gern meine alte Kodderschnauze, presse das welke Fleisch in ein skandalös knappes Kostüm und beziehe meine Stammposition auf und am Sprungturm“.
Kraus war von 2004 bis 2012 ein Teil der Sendung und etablierte sich bei den Beckenrand-Gesprächen mit den teilnehmenden Stars zur festen Größe des Formats.
Die vergangenen Jahre waren für die TV-Ikone alles andere als leicht. 2022 machte Kraus ihre Brustkrebsdiagnose öffentlich und ging bemerkenswert offen mit der Erkrankung um. Den Tumor taufte sie kurzerhand auf den Namen „Karl Arsch“. Sie unterzog sich einer Mastektomie und Chemotherapie. Im Januar 2023 feierte die ehemalige „talk talk talk“-Moderatorin in der Neuauflage des Spielshow-Klassikers „Glücksrad“ ihre Rückkehr auf die TV-Bildschirme.
In den sozialen Medien nahm sie ihre Community auf ihrem Weg im Kampf gegen die Erkrankung mit. Im Januar 2025 erklärte sie bei Instagram zum Abschied von ihren Perücken: „Ziemlich genau vor drei Jahren fielen mir die Haare – Dank Chemo – Büschelweise aus. Trotzdem hatte ich irre viel Spaß beim Ausprobieren und habe mich später in meine ‚Fiffis‘ schwer verliebt. Jetzt sind die Zotteln wieder dick und lang, trotzdem vermisse ich manchmal mein easy peasy ruck zuck glambam Zweithaar.“
Im Mai 2025 erklärte sie in einem Instagram-Post zu einem Selfie mit ihren blonden Haaren: „Vor drei Jahren noch Glatze und ziemlich am Ende. Das Leben ist eine Achterbahn, auf der wir immer nur Anlauf fürs nächste Highlight nehmen sollten. Deshalb: Keine Angst und das Abtasten und dein Date mit Doc Gyn nicht verpassen!“
Prominente Springer wagen den Salto
Das „TV total Turmspringen – Das Jubiläum“ findet in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark statt und wird am Samstag, dem 10. Januar, ab 20:15 Uhr live auf ProSieben und Joyn zu sehen sein. Die Show lief zunächst zwischen 2004 und 2015 auf ProSieben. Später wanderte das Format zum Konkurrenten RTL, wo ab 2022 drei „RTL Turmspringen“-Ausgaben liefen. Im Herbst 2024 kehrte das Event dann zu ProSieben zurück.
Die 15. Ausgabe des „TV total Turmspringens“ verspricht eine besondere Mischung aus Veteranen und Neulingen. Mit dabei ist unter anderem Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen. Auch Schauspielerin Annabelle Mandeng, „Wellerman“-Interpret Nathan Evans, „Bachelor“-Ikone Paul Janke oder das Vater-Sohn-Duo Thorsten und Nico Legat stellen sich der nassen Herausforderung. Gesprungen wird sowohl im Einzel- als auch im Synchron-Wettbewerb.
Die Hauptmoderation übernimmt Steven Gätjen, während Ron Ringguth die Sprünge kommentiert. Für den humorvollen Blick auf die Leistungen sorgen Sebastian Pufpaff und Torsten Sträter gemeinsam am Kommentatorenpult.
Weiteres Highlight für Sonya Kraus steht an
Bei dem TV-Auftritt beim „Turmspringen“ wird es für Kraus nicht bleiben. Sie wird in diesem Jahr an der Tanzshow „Let’s Dance“ teilnehmen. „Ich bin aufgeregt ohne Ende und das als alter Showhase“, gestand Sonya Kraus im RTL-Interview. Sie habe schon lange von einer Teilnahme geträumt. Sie habe damals jedoch keine Zeit gehabt. „Dann wurde ich schwanger, dann hatte ich ein Baby, dann wurde ich wieder schwanger, dann hatte ich Kleinkind und Baby, dann war ich ziemlich schwer krank und jetzt habe ich zwei pubertierende Teenies, die sowieso keine Lust auf mich haben. Also, dachte ich: Perfekter Zeitpunkt!“
(jom/spot)
Bild: Sonya Kraus wird wieder am Beckenrand vom „TV total Turmspringen“ stehen. / Quelle: ddp/sy/Cornelius / ddp/Johannes Simon