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Steckbrief Martin Scorsese

Künstlername:
Martin Scorsese
Geburtsname:
Martin Marcantonio Luciano Scorsese
Geburtstag:
17.11.1942
Sternzeichen:
Skorpion
Größe:
1,63 m
Herkunft:
Queens, New York, USA
Beziehungsstatus:
verheiratet
Filme:
Taxi Driver, Wie ein wilder Stier, Shutter Island
Auszeichnungen:
Oscar, Golden Globe
Kategorie:
Film, TV

Promi-Status:

A

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Das sollte man über Martin Scorsese wissen:

Martin Scorsese wuchs in den Fünfzigerjahren im katholischen Milieu der italienischen Einwanderer in New York auf. Er war ein kränkelndes Kind und das Auskommen der Familie verdienten seine Eltern als Textilarbeiter. Vielleicht nicht die besten Voraussetzungen für eine glamouröse und erfolgreiche Karriere. Andererseits boten eben diese Umstände dem phantasiebegabten Kind Gelegenheiten, in die Welten der damaligen Filme einzutauchen und selbst Geschichten, später sogar Storyboards, zu ersinnen und zu schreiben. Sein Vater, selbst ein Filmliebhaber, gönnte dem asthmakranken Sohn öfter den Luxus von Kinobesuchen und während die anderen Kinder draußen in Little Italy spielten, blieb der von Anfällen geplagte kleine Martin zuhause und widmete sich lieber seinen Drehbüchern. Den Plan, Priester zu werden, musste Martin Scorsese Ende der Fünfziger verwerfen, nachdem er aus der Jesuitenschule geworfen wurde; stattdessen begann er 1960 Filmkunst an der New York University zu studieren.

Diese frühen Jahre im Leben Scorseses, der eigene Lebensweg, Rückschläge und Erfolge, die Kirche, die Hollywood-Klassiker, die italo-amerikanische Gemeinde und nicht zuletzt die Stadt New York prägten ihn so sehr, dass es nicht schwerfällt, Anklänge hierauf im Gesamtwerk Scorseses zu entdecken.

Nach einigen weniger bekannten Frühwerken drehte Scorsese 1973 seinen ersten erfolgreichen Film, "Hexenkessel", der nicht nur der Grundstein für die langjährige Zusammenarbeit mit den Schauspielern Harvey Keitel und Robert DeNiro war, sondern Scorsese erste Anerkennung in der Filmewelt bescherte und den Auftakt für ihn als einflussreiche Größe des Autoren-, Milieu- und Mafiafilms bildete. Der Durchbruch gelang Scorsese 1974 mit "Alice lebt hier nicht mehr", der seiner Hauptdarstellerin Ellen Burstyn einen Oscar bescherte. 1976 folgte "Taxi Driver", der zwar anfangs in den USA eher skeptisch aufgenommen wurde, aber international ein großer Erfolg wurde. "Taxi Driver" gewann in Cannes die goldene Palme und wurde zu einem der am meisten zitierten Filme. Scorsese galt von nun an als der einflussreichste Filmemacher der Siebziger. Ein Erfolg, mit dem auch die damals bei Regisseuren und Schauspielern nicht unüblichen Eskapaden einhergingen: Drogenexzesse und zahlreiche Affären.

Auch wenn Scorseses anspruchsvolle Filme bei Kritikern als Meisterwerke gelten, blieben vor allem in Amerika oft die großen Zuschauerzahlen aus. Seine Mafiafilme "Good Fellas" oder "Casino", das umstrittene Historienepos "Die letzte Versuchung Christi" und vor allem das Boxerdrama "Wie ein wilder Stier" werden von der Fachwelt gefeiert. Die großen Kassenerfolge gelangen ihm aber erst nach der Jahrtausendwende, in denen Leonardo DiCaprio der bevorzugte Hauptdarsteller Scorseses ist. Nach wie vor ist Scorsese unermüdlich und legt im Abstand nur weniger Jahre immer neue großartige Filme nach. Filme wie "Gangs of New York" oder "Departed – Unter Feinden" sind bereits zu modernen Klassikern geworden. Wie er selbst sagt: "Ich liebe Filme. Sie sind mein ganzes Leben - und das ist es!"

Auch eine Fortsetzung von "Taxi Driver" ist schon länger im Gespräch. Gerade DeNiro drängte immer wieder darauf. Wie auf der Berlinale 2010 bekannt wurde, nimmt das Projekt Gestalt an und Filmfans auf der ganzen Welt freuen sich auf einen zweiten Teil des Kultfilms. Martin Scorsese hat drei Kinder. Seit 1999 ist er mit der Produzentin Helen Morris verheiratet. Es ist bereits seine fünfte Ehe.